| Aufbau der Lunar-Orbiter-Sonden |
Die fünf unbemannten Satelliten wogen ca. 390 kg und bestanden aus einer dreistöckigen Gitterkonstruktion. Die Raumflugkörper waren 1,68 m hoch und hatten 1,52 m Durchmesser. Die Spannweite der ausgeklappten Antennen betrug 5,60 m, die der Solarzellenausleger knapp 4 m. Das wiederzündbare Bahnkorrekturtriebwerk arbeitete mit Aerozine 50 und Stickstofftetroxid, es lieferte einen Schub von etwa 450 N. Die Lagestabilisierung geschah mittels Stickstoffdüsen, die für zwei Achsen durch einen Sonnensensor gesteuert wurden, während die Steuerung der dritten Achse durch einen Canopussensor übernommen wurde. Dadurch war gewährleistet, dass die Kamera ständig senkrecht auf die Mondoberfläche ausgerichtet war.
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(Zeichnung aus Lexikon Raumfahrt, S. 201)
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1 - Wärmeschild
2 - Sonnensensor
3 - Oxydatortank
4 - Brennstofftank
5 - Mikrometeoritendetektor
6 - Flugprogrammiergerät
7 - Rundstrahlantenne
8 - Sternsensor
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9 - Fotoanlage
10 - Kameraobjektive
11 - Wärmeschutzklappe
12 - Solarzellenausleger
13 - Richtantenne
14 - Antennenatrieb
15 - Druckgasdüse(n) zur Lagesteuerung
16 - Korrekturtriebwerk
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| Bildübertragungsverfahren der Lunar Orbiter |
Auf den Lunar-Orbiter-Sonden wurden die Bilder zuerst auf Film aufgenommen und dieser automatisch entwickelt. Ein besonderer Nachführungsmechanismus im Kamerasystem sorgte dafür, dass während der Aufnahmen keine Bewegungsunschärfe auftrat. Anschließend wurde der Film elektronisch abgetastet und die so gewonnenen Signale zur Erde übermittelt. Dort wurden aus den elektronischen Bildern wieder fotografische Aufnahmen mit einer Größe von 24 x 24 cm gewonnen.
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(Zeichnung aus Lexikon Raumfahrt, S. 201)
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1 - Kameraobjektive
2 - Filmbearbeitung
3 - Abtaststrahl mit Fotoelektronenverstärker
4 - Synchronisation
5 - Bildverstärker
6 - Sender
7 - Bordantenne
8 - Bodenantenne
9 - Empfänger
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10 - Bandaufnahme
11 - Magnetbandzentrale
12 - Bildröhre
13 - Kamera
14 - Filmbearbeitung
15 - 35-mm-Streifen
16 - Bildkombination
17 - Mondfoto (24 x 24 cm)
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