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Von Einschlagkratern übersät – die Oberfläche des Merkur



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Von Einschlagkratern übersät – die Oberfläche des Merkur
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Die Oberfläche des Merkur gestattet den Planetenforschern einen Blick in die Frühzeit des Sonnensystems: Seit der Entstehung der Planeten vor etwa viereinhalb Milliarden Jahren sind diese dem Bombardement von Asteroiden und Meteoriten ausgesetzt. Da auf dem Merkur fast keine aktiven geologischen Prozesse stattfinden, sind die Spuren dieser Einschläge, unzählige Krater in allen Größen, noch heute zu sehen.

Das Bildmosaik, das aus Aufnahmen der NASA-Raumsonde Mariner 10 aus den Jahren 1974 und 1975 zusammengefügt wurde, zeigt einen Ausschnitt aus dem so genannten "Michelangelo-Quadranten", einem von Kartographen festgelegten Blattschnitt am Südpol des Planeten. Schwarze Stellen im Bild rühren von Datenlücken her; Mariner 10 konnte nur etwa 50 Prozent der Merkuroberfläche fotografieren.

Auffallend sind helle Strahlen, die sich vom unteren Bildrand radial über das Bild erstrecken. Sie deuten auf einen relativ jungen Einschlagkrater hin, dessen ausgeworfenes Material noch nicht so sehr durch die Ausgesetztheit gegenüber der kosmischen Umgebung nachgedunkelt ist – ein Phänomen, wie es auch vom Erdmond bekannt ist. Die amerikanische Sonde MESSENGER wird, beginnend mit dem Vorbeiflug am 14. Januar 2008, die noch nie gesehene Hälfte des Planeten in hoher Auflösung fotografieren und experimentell erfassen.

Bild: NASA/JPL.