Musik, 3D und Flugzeuge - Der Girls' Day 2010 im DLR Braunschweig
23. April 2010
45 Mädchen tüftelten und forschten am 22. April 2010 im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig. Bereits zum zehnten Mal lud das DLR an seinen verschiedenen Standorten die "Jungforscherinnen" zum Girls’ Day ein.
Girls'Day 2010
Wie fliegt ein Flugzeug?
Wie fliegt ein Flugzeug?
Diese Frage wurde den Schülerinnen im Braunschweiger DLR_School_Lab beantwortet. Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen des Fliegens durften die Mädchen dann selber ran: Ob Nurflügler, Segel- oder Entenflugzeug – mit Hilfe von Styroporausschnitten und Bleikugeln entwickelten sie ihren eigenen Modellflieger, der im Anschluss selbstverständlich getestet wurde. Mit viel Geduld und genauer Maßarbeit kam dann der Erfolg: Alle entworfenen Flugzeuge legten am Ende eine mehr oder weniger lange Strecke zurück.
Roboter-Hand zum Greifen nah
Roboter-Hand zum Greifen nah
Im Virtual-Reality-Labor der DLR-Einrichtung SISTEC bestaunten die Mädchen, mit 3D-Brillen ausgestattet, einen Roboterarm an Bord des Hubble-Weltraumteleskops von allen Seiten. Per Joystick und Spezialbrille konnten sie die Roboterhand bewegen und steuern und bekamen einen Eindruck davon, wie in Zukunft Satelliten im All von der Erde aus repariert werden können. Gar nicht so schwer, sahen die Schülerinnen beim Greifen einer Platte.
Musik aus einer Windschutzscheibe
Musik aus einer Windschutzscheibe
Was ist passiert, wenn aus einer Windschutzscheibe plötzlich Musik zu hören ist? Im DLR waren dann die Wissenschaftler des Instituts für Faserverbundleichtbau und Adaptronik am Werk. Im Versuchsraum der Adaptronik (der Begriff kommt von „adaptiver Elektronik“) lernten die Mädchen unter anderem, wie man ungewünschte, Lärm verursachende Schwingungen, wie sie zum Beispiel beim schnellen Autofahren entstehen, mit einem ganz einfachen Trick zum Schweigen bringt: Erzeugt man die entsprechende Gegenschwingung herrscht plötzlich Ruhe - oder eine Windschutzscheibe fängt an, Musik zu machen. Nur zur Demonstration versteht sich.
Flugzeuge zum Anfassen
Flugzeuge zum Anfassen
Wie ein Forschungsflugzeug von innen aussieht, konnten die Mädchen dann im DLR-Flugbetrieb sehen. Außerdem lernten sie, was es mit einer Luftfahrtforschungsflotte auf sich hat und wieso manche Flugzeuge eine lange Nase haben. Dass sie die brauchen, um bestimmte Daten zu messen, die die Wissenschaftler dann für ihre Forschungen auswerten, erklärte ihnen eine, die es wissen muss: Die für den ATTAS zuständige Flugzeugmechanikerin.
Auch wenn die Antwort auf die Frage nach der Lieblingsstation der Fünft- bis Zehntklässlerinnen ganz unterschiedlich ausfiel, in einem waren sie sich am Ende alle einig: Technische Berufe sind eben doch nicht nur was für Jungen!