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Topographische Karte der Venus-Südhalbkugel



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Topographische Karte der Venus-Südhalbkugel
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Die Wolkenhülle der Venus ist so dicht, dass sie auch mit Kameras, die aus der Umlaufbahn von Satelliten auf die Oberfläche gerichtet sind, nicht durchdrungen werden kann. Nur mit Radardaten ist es möglich, die Strukturen auf der Venus zu erfassen. Eine erste globale topographische Kartierung in hoher Auflösung wurde in den 1990er-Jahren von der NASA-Raumsonde Magellan durchgeführt.

Dieses Bild zeigt einen Teil der Südhemisphäre des Planeten von etwa 15 Grad südlicher Breite bis 80 Grad Süd; senkrecht durch die Bildmitte verläuft der Nullmeridian. Die Farbgebung beruht auf Höhenmessungen: Blaue Flächen zeigen tief liegende Regionen an, grün die mittleren Lagen, und in ockerfarbenen und braunen bis orangen Tönen sind die am höchsten gelegenen Gebiete dargestellt.

Das Gebiet um das Lada-Hochland am unteren Bildrand mit der markanten tektonischen Ringstruktur Quetzalpetlatl Corona und die sich nördlich anschließenden Gebiete wurden in den beiden ersten Jahren der Venus Express-Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA intensiv mit dem Spektrometer VIRTIS (Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer) untersucht. Anomalien der mit VIRTIS gemessenen Wärmeabstrahlung der Venusoberfläche an vulkanischen Strukturen gegenüber den vorausberechneten Werten lassen Rückschlüsse auf die geologische Entwicklung des Gebiets zu.

Bild: NASA/JPL/DLR.