DLR Logo
  Home|Textversion|Impressum   English
  Sie sind hier: Home:News-Archive:Missionen und mehr:Venus Express


Das Planetare Emissivitätslabor des DLR: Messungen bei 500 Grad Celsius



Zurück 3/3
Das Planetare Emissivitätslabor des DLR: Messungen bei 500 Grad Celsius
Bild herunterladen: Hi-Res JPEG (1,32 MB)
Im Planetaren Emissivitätslabor (PEL) des DLR lassen sich irdische Gesteinsproben, wie sie auch auf der Venus vorkommen können, unter den extremen Temperaturbedingungen unseres Nachbarplaneten untersuchen.

Bei der Interpretation von Spektrometer- und Kameradaten der Venusoberfläche muss berücksichtigt werden, ob sich bei fast 500 Grad Celsius heißen Gesteinen, wie sie auf der Venusoberfläche anzutreffen sind, die spektralen Eigenschaften von Steinen, also ihr Reflexionsverhalten gegenüber unterschiedlichen Wellenlängen verändern. Mit dem PEL kann die so genannte Emissivität von Mineralien und Gesteinen vermessen werden. Die so genannte Emissivität gibt an, wie viel thermische Strahlung ein Material bei einer bestimmten Temperatur abgibt. Diese Eigenschaft und vor allem ihre Abhängigkeit von der Wellenlänge unterscheiden sich von Gestein zu Gestein und kann damit zu deren Bestimmung genutzt werden.

Das Bild zeigt den Versuchsaufbau mit dem PEL und einigen Vulkangesteinen, die vom aktiven italienischen Vulkan Stromboli stammen. Das mit dem PEL gemessene Spektrum (rechts oben) stammt von einem silikatreichen Gestein namens Andesit.

Bild: DLR.