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News-Archiv Verkehr bis 2007

"Wach-am-Steuer-Tipps" von DLR-Wissenschaftlern: Aktionstag für mehr Verkehrssicherheit am 18. Juni 2005

10/06/2005

 Gefahr durch Müdigkeit
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Köln - Jeder 5. Autounfall passiert, weil der Fahrer müde war. Über jüngste Testergebnisse zum Thema Müdigkeit am Steuer informiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am 18. Juni 2005, dem bundesweit begangenen Tag der Verkehrssicherheit. Bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Bergisch Gladbach geben DLR-Forscherinnen und -Forscher von 11 bis 18 Uhr Tipps, wie die Gefahr des gefürchteten Sekundenschlafes früh erkannt und was dagegen unternommen werden kann.

Nach einer aktuellen Studie mit 20 Probanden machen scheinbar entspannte Streckenabschnitte mit geringem Verkehr wegen der damit einhergehenden Monotonie besonders müde. Das Öffnen des Fensters und laute Musik als Gegenmittel bringen nur kurzzeitige Effekte. Anzuraten ist eine 15 bis 20-minütige Schlafpause.

 Anhalten, bevor es zu spät ist
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Der Tag der Verkehrssicherheit wird bewusst vor der großen Sommerreisewelle vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) gemeinsam mit verschiedenen Institutionen deutschlandweit veranstaltet, um auf das Thema Sicherheit im Straßenverkehr aufmerksam zu machen. Aufklärungsaktionen der DLR-Forscher haben bereits Tradition.

In diesem Jahr geben sie auf dem Aktionstag in Bergisch-Gladbach bei der BASt, Brüderstraße 53, Autofahrern "Wach am Steuer-Tipps". Bei einem Quiz kann das Wissen zu Müdigkeit am Steuer überprüft werden. Die kleinen Verkehrsteilnehmer erwartet eine Mal-Aktion. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem DLR fragen außerdem Lkw-Fahrer, wie gut man im Lkw-Führerhaus übernachten kann, um zu erfahren, was Lkw-Fahrer beim Schlafen auf Rastplätzen stört und daher verbessert werden muss.

 Kaffee macht nur kurzfristig fit
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Die DLR-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler informieren außerdem über Ergebnisse ihrer Müdigkeitsforschung, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Autofahren auf ruhigen Strassen mit wenig Verkehr eher als ermüdend empfunden wird, als Fahren auf dicht befahrenen, abwechslungsreichen Strecken. Müdigkeit am Steuer als Unfallursache wird häufig unterschätzt: Untersuchungen zeigen, dass viele Autofahrer ungeeignete Strategien anwenden, um wach zu bleiben.

 Wirksam: eine viertel Stunde Schlaf
zum Bild Wirksam: eine viertel Stunde Schlaf

Das Thema Müdigkeit und Verkehrssicherheit wird im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Rahmen des Schwerpunktes Verkehr bearbeitet. Die Verkehrsforschung gewinnt im DLR an Bedeutung. In die Arbeiten zur Sicherung von Mobilität, zu umweltschonendem Verkehr und für mehr Sicherheit fließen die DLR-Erfahrungen aus der Luft- und Raumfahrt mit ihren hohen Sicherheitsstandards ein.


Kontakt
Dr. Katrin Stephan
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Planetenforschung
, Planetengeologie


Erstellt am: 10.06.2005 18:40:00 Uhr