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News-Archiv Luftfahrt bis 2007

23. Joint Committee Meeting in Peking eröffnete neue Perspektiven für die deutsch-chinesische Luftfahrtkooperation

5. Oktober 2006

Im Rahmen des 23. Joint Committee Meeting (JCM) am 25. und 26. September 2006 in Peking diskutierten Vertreter des DLR und des Chinese Aeronautical Establishment (CAE) neue Möglichkeiten der Kooperation unter Beteiligung chinesischer Industrieunternehmen. Perspektiven eröffneten sich insbesondere bei der Entwicklung des chinesischen Regionaljets ARJ-21. Während eines Treffens mit führenden Vertretern der China Aviation Industry Corporation II (AVIC II) wurden neue Rahmenbedingungen für die gemeinsame Forschung auf dem Gebiet der Drehflügler vereinbart.

 Unterzeichnung des Letter of Intent (LoI)
zum Bild Unterzeichnung des Letter of Intent (LoI)

Das DLR war während des 23. JCM durch eine Delegation unter Leitung des Vorstandsmitglieds Prof. Dr. Joachim Szodruch vertreten. Unter den Mitgliedern der Delegation befand sich neben DLR-Vertretern auch Dr. Georg Eitelberg, Direktor der Stiftung "Deutsch Niederländische Windkanäle" (DNW). Begrüßt wurde Prof. Szodruch vom neuen Präsidenten des CAE, Prof. Zhang Xinguo. Prof. Zhang war vordem Direktor des "Flight Automatic Control Research Institute" (FACRI) mit Sitz in Xian. Sein Vorgänger bei CAE, Prof. Yang Yuzhong, wurde von Prof. Szodruch für seine Verdienste um die deutsch-chinesische Zusammenarbeit geehrt.

Seit Oktober 2005 gibt es ein erweitertes "Memorandum of Understanding" (MoU) zwischen DLR und CAE, das die seit nunmehr 26 Jahren bestehende Kooperation um die industrielle Komponente sowohl auf deutscher als auch auf chinesischer Seite erweitern soll. Daher wurden während des JCM neben aktuellen Fragen der Airbus-Kooperation auch Fragen der Zusammenarbeit bei der Entwicklung des chinesischen Regionaljets ARJ-21 diskutiert. CAE und der Entwicklungsbetrieb des ARJ-21, das "First Aircraft Institute" (FAI) mit Sitz in Xian und Shanghai, sehen bei der Entwicklung und Zertifizierung des ARJ-21-700 und des Nachfolgemusters ARJ 21-900 noch industrienahen Forschungsbedarf, der auch mit Unterstützung des DLR gedeckt werden könnte. Die Gespräche wurden auf Arbeitsebene in Schanghai fortgesetzt.

Im Anschluss an die Gespräche mit CAE und FAI besuchte die Delegation den Hauptsitz von "China Aviation Industry Corporation II" (AVIC II) in Peking. Als Ergebnis des Besuches unterzeichneten Prof. Shi Jianzhong, Vizepräsident von AVIC II, und Prof. Szodruch einen Letter of Intent (LoI) und setzten damit einen Schlusspunkt unter die Verhandlungen um ein "Framework Agreement for Cooperation on Rotorcraft Research" zwischen dem China Helicopter Research and Development Institute (CHRDI), der ONERA (Office National d'Etudes et de Recherches Aérospatiales) und dem DLR. Die Gespräche wurden in Jingdezhen, dem Sitz des CHRDI, auf Arbeitsebene weitergeführt. Ziel war die Vereinbarung erster Schritte zur praktischen Umsetzung des Rahmenabkommens.

Kontakt:

Rainer Scharenberg
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Internationale Zusammenarbeit
Tel.: +49 2203 601-4738
E-Mail: rainer.scharenberg @ dlr.de

Matthias Meyer
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Vorstandsassistent Bereich Luftfahrt
Tel.: +49 2203 601-3679
E-Mail: matthias.meyer @ dlr.de


Erstellt am: 05.10.2006 15:00:00 Uhr