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News-Archiv Schülerprogramme

Der Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag 2007 im DLR

27. April 2007

 Girls'Day 2007 im DLR
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Auch in diesem Jahr beteiligte sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am bundesweiten Mädchen-Zukunftstag "Girls'Day". Am 26. April 2006 hatten Schülerinnen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren die Gelegenheit, an sieben DLR-Standorten zu erfahren, wie spannend und vielfältig die Arbeit im DLR ist. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Mädchen entgegen der allgemeinen Meinung sehr an Technik interessiert sind. Dieses Interesse will das DLR mit den Girls'Day-Angeboten fördern.

Im DLR-Standort Köln führten die Schülerinnen im DLR_School_Lab verschiedene Experimente durch, besuchten das DLR-Institut für Antriebstechnik und das Europäische Astronautenzentrum (EAC) der ESA, wo sie sich über die Astronautenausbildung informieren konnten. Im Institut für Materialphysik im Weltraum bauten sie Wasserraketen, die sie dann später auch starten ließen. Außerdem konnten sich die Schülerinnen über Ausbildungsberufe im DLR informieren.

Im DLR-Standort Berlin-Adlershof führten die Schülerinnen verschiedene Experimente durch. Themen waren: "Infrarotes Licht - Unsichtbares sichtbar machen", "Digitale Bildbearbeitung: Aus Einzelbildern werden Stereobilder" und "Brennstoffzellen: Von der Wasserzerlegung zur alternativen Energiewandlung".

 Die Mädchen in der Ausbildungswerkstatt des DLR-Göttingen
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Im DLR-Standort Oberpfaffenhofen hatten die Schülerinnen Gelegenheit, im School_Lab zu experimentieren und sich unter anderem über die mobile Ratenbasis MORABA zu informieren. Anschließend standen alternativ der Besuch des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) und des Instituts für Physik der Atmosphäre auf dem Programm. Natürlich durfte auch ein Besuch im Deutschen Raumfahrt-Kontrollzentrum und bei den Forschungsflugzeugen nicht fehlen.  Interessant für die Besucherinnen waren auch die Berichte über den beruflichen Werdegang der Mitarbeiterinnen, die vielleicht Ideen und Anregungen vermitteln konnten, in welche Richtung die eigene Ausbildung oder der Weg nach dem Abitur führen könnte.

Der DLR-Standort Göttingen bot ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm mit Werkstattarbeit, Flugmodellbau und Einblicken in die Welt der Forscher. In Niedersachsen kommen im Rahmen des Zukunftstages auch die Jungen auf ihre Kosten. Gemeinsam erkundeten die Mädchen und Jungen die für sie neue und spannende Welt der Luft- und Raumfahrt. Sie erfuhren, welche Möglichkeiten ein Forschungsbetrieb jungen Menschen bietet. Die Angebote informierten nicht nur über die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe, sondern erwarteten von den Kindern auch ein aktives Mitmachen und regten zum kreativen Gestalten an.

 Start der selbstgebauten Wasserraketen
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Im DLR-Standort Braunschweig hatten die Mädchen und Jungen am Vormittag die Möglichkeit, die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hautnah mitzuerleben. Highlight des Zukunftstages waren dann nachmittags die gemeinschaftlichen Besichtigungen im Flugbetrieb, in der Ausbildungswerkstatt des Systemhaus Technik sowie im Akustikwindkanal des Instituts für Aerodynamik und Strömungstechnik.

Die Mädchen durften in den Stuttgarter DLR-Instituten und in der Lehrwerkstatt rund um Verbrennungsforschung, Materialforschung, Solarforschung, Brennstoffzellentechnologie, Laserforschung und Materialbearbeitung nicht nur den Wissenschaftlerinnen und Auszubildenden über die Schulter blicken, sondern selbst experimentieren, assistieren, ausprobieren und viele Fragen stellen. Auf die Beine gestellt hatten das Programm die Wissenschaftlerinnen des DLR-Frauennetzwerks "Women in Research" in Stuttgart. Die international besetzte Gruppe tauscht sich regelmäßig über ihre Belange aus. Nicht zuletzt um das Interesse an Naturwissenschaften und Technik zu fördern, zeigten die DLR-Wissenschaftlerinnen beim Girls'Day, dass in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fächern großes Potenzial für die zukünftige Berufswahl steckt.

 Die Mädchen im Institut für Verbrennungstechnik
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Mitmachen, Experimentieren, Fragen stellen – unter diesem Motto lud das DLR am Standort Lampoldshausen die Schülerinnen zum Mädchen-Zukunftstag ein. Herauszufinden, nach welchem physikalischem Prinzip eine Rakete funktioniert und untersuchen, wieso sich diese im luftleeren Raum fortbewegen kann – das sind wissenschaftliche Fragestellungen, die auch bei den Mädchen die Neugierde auf die Forschung weckt. Eine Rakete kostet in etwa 100 Millionen Euro – aber um das Prinzip zu verstehen, reichte den potenziellen Physikerinnen und Ingenieurinnen eine handelsübliche PET-Flasche. Mit Erstaunen stellten sie fest, dass sie diese mit Wasser und Luft zum Abheben bringen. Auch wenn dies für die Raumfahrt noch nicht ganz reicht, die ersten technischen und physikalischen Grundbegriffe haben sich die Nachwuchswissenschaftlerinnen damit erarbeitet. Am Nachmittag konnten dann die Mädchen in der Metallwerkstatt ihr handwerkliches Geschick testen – sägen, feilen, bohren bis das individuell ausgestaltete Werkstück fertig war.


Erstellt am: 27.04.2007 17:40:00 Uhr