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Presse-Informationen 2009

Neue Forschungseinrichtung :envihab auf dem Gelände des DLR in Köln

20. September 2009

 Spatenstich für :envihab
zum Bild Spatenstich für :envihab

Am Tag der Luft- und Raumfahrt hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gemeinsam mit Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), in Köln-Porz den ersten Spatenstich zum Bau des neuen Forschungsgebäudes ":envihab" vorgenommen.

Mit der neuen Forschungseinrichtung des DLR sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, integrative lebenswissenschaftliche Forschung auf international höchstem Niveau durchzuführen.

Bevor ein Experiment in der Erdumlaufbahn durchgeführt wird, werden die Parameter des Projekts auf der Erde erforscht. Was für technische und materialwissenschaftliche Experimente gilt, ist umso wichtiger, wenn es darum geht, Menschen ins All zu bringen und medizinische Untersuchungen durchzuführen. In Zukunft steht den Luft- und Raumfahrtmedizinern des DLR dafür ein modernes und optimal auf ihre Bedürfnisse angepasstes Forschungsgebäude zur Verfügung: das :envihab.

 Das Konzept :envihab
zum Bild Das Konzept :envihab

Transparente Forschung

Der Name :envihab verbindet die Begriffe "environment" (englisch für Umwelt) und "habitat" (lateinisch für Wohnstätte, Lebensraum). Das Konzept :envihab beschäftigt sich mit den komplexen Fragestellungen eines Lebenserhaltungssystems und der Wechselwirkung von Mensch und Umwelt aus medizinischer, biologischer und psychologischer Sicht. Im Vordergrund stehen Forschungsfragen, die sich mit dem Erhalt der Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen befassen.

"Mit dem :envihab erreichen wir eine neue Qualität der luft- und raumfahrtmedizinischen Forschung. Dies ist insofern notwendig, als dass die physischen und psychischen Anforderungen an Astronauten und Piloten in den nächsten Jahren zunehmen werden", sagte Prof. Johann-Dietrich Wörner." Natürlich ist es auch unsere Aufgabe die Öffentlichkeit für die Forschung zu begeistern und über deren Ergebnisse zu informieren", sagte Wörner weiter.

Die hier durchgeführten medizinischen und lebenswissenschaftlichen Forschungen stehen nicht nur im Dienste der Menschen, sie sollen auch der Öffentlichkeit zugänglich sein. Dieser Aspekt, sowie die harmonische Einbindung in die Landschaft, werden in der Architektur des Gebäudes vereint. Der modulare Aufbau von :envihab bietet die Möglichkeit, die Forschungseinrichtung auch an zukünftige Fragestellungen flexibel anzupassen. Die interessierte Öffentlichkeit kann gleichzeitig die Forschungsarbeiten authentisch und hautnah miterleben. Dies ist ein wesentlicher Punkt für alle ":gärten der technik"-Projekte der Regionale 2010, in deren Rahmen :envihab gefördert und realisiert wird. Ein Großteil der Fördermittel werden vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWFT) bereitgestellt.

 Forschungsanlage :envihab bei Nacht
zum Bild Forschungsanlage :envihab bei Nacht

Nachwuchsförderung

Ministerpräsident Rüttgers würdigte in seinem Grußwort die Bedeutung der neuen Forschungseinrichtung: "Spannender als mit dem :envihab lässt sich die Faszination Wissenschaft kaum darstellen. Das ist gut, um den Nachwuchs zu begeistern und zu fördern. Denn wir brauchen in Zukunft mehr denn je kluge Köpfe, die sich mit den drängenden Themen unserer Zeit auseinandersetzen." Rüttgers betonte zugleich, die Forschung des DLR werde nicht nur die Raumfahrt voranbringen: "Sie stärkt den gesamten Industrie- und Technologiestandort Nordrhein-Westfalen."

:envihab dient zudem der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Dazu vernetzt sich :envihab insbesondere regional mit Wissenschaftseinrichtungen sowie Wirtschaftsunternehmen und arbeitet eng mit dem DLR_School_Lab zusammen, um die junge Generation für wissenschaftliche Berufe zu begeistern.


Kontakt
Michel Winand
Kommunikation, Köln

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

Tel.: +49 2203 601-2144

Fax: +49 2203 601-3249


Prof. Dr. med. Rupert Gerzer
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin
, Institutsleitung
Tel.: +49 2203 601-3115

Fax: +49 2203 695211


Zuletzt geändert am: 22.09.2009 10:50:24 Uhr