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Zeitbomben im All: Asteroiden



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Zeitbomben im All: Asteroiden
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Über eine Million Asteroiden mit einem Durchmesser von einem Kilometer und mehr umkreisen zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter die Sonne. Einige von ihnen konnten bislang mit Raumsonden angeflogen und fotografiert werden. Hierzu zählen Gaspra (oben) und Ida (unten, hier in einer Fotomontage; in Wirklichkeit liegen die Bahnen beider Körper mehr als 100 Millionen Kilometer weit auseinander). Die beiden unregelmäßig geformten Körper sind 18 beziehungsweise 58 Kilometer lang.

Wissenschaftler vermuten, dass Jupiter mit seiner starken Schwerkraft die Zusammenlagerung der kleinen Körper zu einem großen Planeten in seiner Umgebung verhinderte und so der Asteroidengürtel entstand.

Einige Asteroiden kamen in der Vergangenheit Jupiter zu nahe. Sie wurden entweder von dessen Schwerkraft so stark angezogen, dass sie in die Atmosphäre des Gasriesen hineingezogen wurden, oder aus der Bahnebene der Planeten in die Tiefen des Sonnensystems und Weltalls geschleudert wurden. Oder aber sie wurden in Richtung Sonne abgelenkt. Diese Körper bewegen sich heute auf stark elliptischen Bahnen, auf denen sie die Umlaufbahnen der inneren Planeten - auch der Erde - kreuzen. Damit besteht die Gefahr, dass sie mit unserem Planeten zusammenstoßen. Kleine Teilchen von der Größe eines Steinchens verglühen in der Atmosphäre und leuchten dabei kurz als Sternschnuppe auf. Asteroiden mit einem Kilometer Durchmesser oder mehr explodieren jedoch mit unvorstellbarer Stärke und haben globale Auswirkungen.

Bild: Weltraumsonde Galileo, NASA/JPL/USGS.