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Mondkamera Hasselblad/Zeiss der Apollo-Mission



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Mondkamera Hasselblad/Zeiss der Apollo-Mission
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Mit einem solchen Kameramodell bannten Neil Armstrong und Edwin "Buzz" Aldrin, die beiden ersten Menschen auf dem Mond, am 20. und 21. Juli 1969 ihre epochalen ersten Schritte auf dem Erdtrabanten auf Film. Die Fotos des ersten Fußabdrucks im Mondstaub und von den Astronauten in ihren weißen Raumanzügen vor den silbern und golden glänzenden Landesonden sind zu Ikonen der Zeitgeschichte geworden. Viele Milliarden Male wurden sie in Zeitungen, Magazinen und Büchern abgedruckt. Die Nahansichten eines uns bis dahin ziemlich unbekannten Nachbarn und die Aufnahmen der wie ein blaues Juwel im Nichts des Weltalls schimmernden Erde über dem Mondhorizont: Diese Fotos veränderten unser Weltbild.

Die zwölf Astronauten der sechs Apollo-Mondmissionen brachten uns tausende gestochen scharfen Bilder einer „Neuen Welt“ ins Wohnzimmer: Aufgenommen wurden die Fotos mit einem Dutzend der legendären schwedischen Hasselblad-Kameras und ihren Zeiss-Objektiven aus dem schwäbischen Oberkochen. Die gegenüber dem handelsüblichen Modell nur wenig veränderte Hasselblad EL mit dem 60 Millimeter-Biogon-Objektiv war vor der Brust befestigt und konnte mit einem Pistolengriff ausgelöst werden. Auch für die Erforschung des Mondes waren die mehreren tausend sechsmal sechs Zentimeter großen Bilder der Handkameras von unschätzbarem wissenschaftlichem Wert. Zur Erde wurden aus Gewichtsgründen nur die Filmmagazine mitgenommen: Die zwölf Kameragehäuse blieben auf dem Mond zurück und harren ihrer archäologischen Wiederentdeckung.

Bild: NASA.