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Presse-Informationen 2010

DLR-Professor Hans Müller-Steinhagen zum Vorsitzenden des Beirats der Industrie-Initiative Dii gewählt

8. Juli 2010

 Prof. Müller-Steinhagen
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Bei der Aufgabe, den Weg für die Umsetzung des Desertec-Konzeptes zu ebnen, wird das Management der Industrie-Initiative (Desertec Industrial Initiative, Dii) in Zukunft von einem internationalen Beratergremium mit Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft unterstützt. Den Vorsitz des Beirats übernimmt Prof. Hans Müller-Steinhagen vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Das Stuttgarter DLR-Institut für Technische Thermodynamik, das Prof. Hans Müller-Steinhagen seit über zehn Jahren leitet, hat mit seiner Bestandsaufnahme über die Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen für die Stromerzeugung im Großraum Europa-Mittlerer Osten-Nordafrika das wissenschaftliche Fundament für das Projekt Desertec beigesteuert. Drei unter anderem durch Satellitendaten gestützte Studien, die das DLR im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt hat, bestätigen, dass kostengünstiger, sicherer und umweltfreundlicher Strom aus konzentrierenden Solarsystemen im Jahr 2050 rund 15 Prozent des europäischen Strombedarfs decken kann. Das neu eingerichtete Beratergremium wird das Management der Dii in wissenschaftlichen Fragestellungen und beim Aufbau eines politischen Netzwerks unterstützen sowie die sozioökonomischen Entwicklungen beobachten.

 Strom im Verbund: Das Desertec-Konzept
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Die Dii wurde als "Desertec Industrial Initiative" gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und klimafreundliche Energieerzeugung in den Wüsten Nordafrikas und des Nahen Ostens zu schaffen. Dadurch sollen sowohl die Erzeugerländer als auch Europa mit CO2-freiem Strom versorgt werden. Paul van Son, CEO der Dii, erklärt: "Unsere Initiative wird in den kommenden Jahren eine Vielzahl von spezifischen Fragestellungen beantworten müssen, etwa zur Weiterentwicklung erneuerbarer Energien, zur Schaffung von geeigneten Übertragungsnetzen und zur Etablierung von effizienten Energiemärkten. Deshalb ist es von größter Bedeutung, dass unser internationales Industriekonsortium zusätzlich auf das Wissen dieser ausgewiesenen Experten bauen kann."

Lesen Sie auch unser Interview mit Prof. Hans Müller-Steinhagen: "Wir haben die Technologie, die Konzepte und die Kontakte". Den Link dazu finden Sie in der rechten Spalte oben auf dieser Seite unter "Artikel zum Thema".


Kontakt
Elisabeth Mittelbach
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
, Kommunikation
Tel.: +49 228 447-385

Fax: +49 228 447-386


Zuletzt geändert am: 08.07.2010 13:55:15 Uhr