DLR Logo
  Home|Textversion|Impressum   English
  Sie sind hier: Home:News-Archive:Energie
News-Archiv Energie 2010

Arbeitsplatzentwicklung 2009: Erneuerbare Energien schaffen mehr Beschäftigung

5. Mai 2010

 Erneuerbare Energien auf Wachstumskurs
zum Bild Erneuerbare Energien auf Wachstumskurs

300.500 Menschen arbeiteten im Jahr 2009 in Deutschland im Bereich der Erneuerbaren Energien. Damit ist ihre Zahl um etwa acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Abschätzung, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) vorgenommen hat.

Erneuerbare Energien weiterhin auf Wachstumskurs

Die Erneuerbaren Energien in Deutschland haben auch im Krisenjahr 2009 ihren Wachstumskurs weiterhin verfolgt. Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien in Deutschland sind einmal mehr deutlich im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und auch die Umsätze der in Deutschland produzierenden Unternehmen konnten um zehn Prozent gesteigert werden. Als Folge daraus kam es zu einer Bruttobeschäftigung in diesem Bereich von etwa 300.500 Personen, was einem Anstieg von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zu diesem Ergebnis kommt eine vorläufige Abschätzung von DLR, DIW, ZSW und GWS, die Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen am 24. März 2010 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt hat.

Von Biomasse bis Windenergie - die Entwicklung in den einzelnen Sparten

 Entwicklung der Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien
zum Bild Entwicklung der Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien

Von den insgesamt 300.500 Beschäftigten entfiel ein Anteil von 36 Prozent (109.000 Personen) auf den Bereich der Biomasse. Dies berücksichtigt neben den direkt und indirekt Beschäftigten des Anlagenbaus auch die Beschäftigten aus Betrieb und Wartung sowie aus der Bereitstellung von Brenn- und Biokraftstoffen. Die Windenergie, die seit Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung leistet, steht mit 87.100 Personen (29 Prozent) an zweiter Stelle.

Die Beschäftigung der Solarenergie mit 79.600 Personen (26 Prozent) hat durch den deutlich erhöhten Ausbau der Photovoltaik in Deutschland einmal mehr zugenommen. Die Geothermie trug mit etwa 9300 Personen (3 Prozent) zur Beschäftigung bei, gefolgt von der Wasserkraft mit rund 9000 Personen (3 Prozent). Die Beschäftigung, die durch die Bereitstellung öffentlicher und privater Mittel in Forschung und Verwaltung hervorgerufen wird, hat einen Anteil von etwa 2 Prozent (6500 Personen) an der Bruttobeschäftigung.

Insgesamt entfielen demnach 294.000 Personen auf die Aktivitäten der Wirtschaft, von denen etwa zwei Drittel auf die Wirkung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zurückgeführt werden können. Eine genauere Darstellung der Ergebnisse kann auf der Internetseite des BMU(siehe rechte Spalte) heruntergeladen werden. Eine aktualisierte Untersuchung der Bruttobeschäftigung für die Jahre 2007 bis 2009 sowie eine Analyse der zukünftigen Entwicklung der Arbeitsplatzeffekte wird im Rahmen des Gesamtvorhabens innerhalb des nächsten Jahres vorgenommen.


Kontakt
Julia Duwe
German Aerospace Center

Corporate Communications, Stuttgart

Tel.: +49 711 6862-480

Fax: +49 711 6862-636


Marlene O'Sullivan
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Technische Thermodynamik
, Systemanalyse & Technikbewertung
Tel.: +49 711 6862-667

Fax: +49 711 6862-8100


Zuletzt geändert am: 05.05.2010 15:48:59 Uhr