DLR-Webcast: Innovative Zug-Spitze schützt beim Crash
23. September 2010
Welche Technologien benötigen die Hochgeschwindigkeitszüge der Zukunft? Mit dieser Frage befassen sich Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Projekt "Next Generation Train" (Zug der Zukunft). Ein wesentlicher Aspekt ist, Energie durch leichtere Züge einzusparen. Dies kann zum Beispiel durch eine spezielle, leichtere Spitze (Nase) am Triebkopf des Zuges umgesetzt werden.
Projektleiter Dr. Joachim Winter erklärt im DLR-Webcast, wie die auf der internationalen Schienenverkehrsmesse Innotrans 2010 ausgestellte Nase funktioniert. Auf bisherigen Triebzügen nehmen Crashelemente, die mit einer Haube abgedeckt sind, die Lasten aus einem Auffahrunfall auf. Die auf der Innotrans vorgestellte Lösung des DLR zeigt eine glasfaserverstärkte Triebzugnase, die selbst das Crashelement ist, und die dafür sorgt, dass die dahinterliegende Fahrzeugstruktur unbeschädigt bleibt. Durch einen einfachen Austausch der Triebzugnase erfolgt die Reparatur. Dies wird auf dem DLR-Messestand mit einer Modell-Crashanlage den Messebesuchern live demonstriert.