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Der Vulkan Eyjafjalla am 15. April 2010



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Der Vulkan Eyjafjalla am 15. April 2010
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Während Flugzeuge den aktiven Vulkan nicht überfliegen können, blickt der deutsche Radar-Satellit TerraSAR gefahrlos aus dem All auf den Ausbruchort und seine Umgebung. Dabei kann er dank seiner Radarstrahlen - im Gegensatz zu optischen Satelliten - durch Asche- und Rauchwolken hindurch in den Vulkankrater schauen. Die Aufnahme vom Abend des 15. April 2010 (19.04 Uhr Ortszeit) zeigt deutlich drei schwarze Ausbruchöffnungen. Zuvor war die Caldera mit bis zu 200 Metern Eis bedeckt. Ein Riss verbindet nordöstlichen und südlichen neuen Ausbruchkrater miteinander.

Das Schmelzwasser fließt in Sturzbächen nach Norden über 1500 Meter in ein Tal ab und hat hier bereits ein riesiges Gebiet überschwemmt. Sollte auch Schmelzwasser nach Süden abfließen, wären an der Südküste Islands bewohnte Gebiete betroffen.

Die austretende feine Asche wurde durch den Wind nach Osten verfrachtet und hat sich teilweise auf dem Eis als dichter und glatter Oberflächenbelag niedergelegt. In diesen Bereichen wird die Mikrowellenstrahlung des Satelliten-Radars nur wenig gestreut, und die Bereiche erscheinen in dem Bild dunkel.

Folgt man diesen fächerförmigen dunklen Streifen nach Osten, kommt man zum Eruptionsort, an dem sich bereits am 20. März 2010 ein Ausbruch ereignet hat. Dieser wurde in der Zwischenzeit von tausenden von Touristen besucht, die mit Geländewagen und Schneemobilen über die Eisflächen gefahren sind. Die dabei entstandene Piste ist als weiße Linie am rechten Bildrand deutlich zu erkennen.

Bild: DLR.