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Drygalski-Gletscher auf der Antarktischen Halbinsel



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Drygalski-Gletscher auf der Antarktischen Halbinsel
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Mithilfe des vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebenen Erdbeobachtungssatelliten TerraSAR-X sammeln Wissenschaftler neue Erkenntnisse zur Stabilität polaren Eises.

Der Drygalski-Gletscher ist der größte Ausflussgletscher im Bereich des früheren Larsen A-Schelfeises. Er transportiert Eismassen von der Antarktischen Halbinsel in Richtung Meer. Früher trug dieses Eis wesentlich zur "Ernährung" des Larsen A-Schelfeises bei, jetzt bricht das Eis direkt in das Meer. Nachdem sich das Larsen A-Schelfeis im Januar 1995 auflöste, hat sich die Geschwindigkeit des nachfließenden Gletschereises von einem auf rund sechs Meter pro Tag erhöht. Das Schelfeis - eine große Eisplatte, die auf dem Meerwasser schwimmt und dem auf festem Grund aufliegenden Gletscher vorgelagert ist - dient demzufolge als natürliche Barriere. Fehlt diese Stabilisierung, beschleunigt sich die Ausflussgeschwindigkeit der Gletscher.

TerraSAR-X ermöglicht eine wesentlich genauere Bestimmung der Fließgeschwindigkeiten der Gletscher. Somit können Wissenschaftler wesentlich genauer berechnen, wie sich die Abschmelzgeschwindigkeiten der Gletscher auf der antarktischen Halbinsel verhalten werden und welche Auswirkungen auf die Umwelt zu erwarten sind.

Bild: DLR.