DLR Logo
  Home|Textversion|Impressum   English
  Sie sind hier: Home:News-Archive:Luftfahrt
News-Archiv Luftfahrt 2008

DLR beteiligt sich an neuem Forschungszentrum für Faserverbundwerkstoffe in Stade

17. Januar 2008

 Türrahmensegment aus Faserverbundwerkstoff
zum Bild Türrahmensegment aus Faserverbundwerkstoff

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat heute in Hannover gemeinsam mit der niedersächsischen Landesregierung und weiteren Partnern aus Luftfahrtindustrie und –forschung eine Absichtserklärung zur Gründung eines Forschungszentrums "CFK-Valley Nord" in Stade unterzeichnet. Ziel ist die industrielle Nutzung des für die Flugzeugherstellung wichtigen Kohlenstofffaserverbund-Werkstoffs (CFK) und damit die Sicherung der Airbus-Standorte Nordenham und Varel.

Prof. Dr. Joachim Szodruch, für Luftfahrtforschung zuständiges Vorstandsmitglied des DLR, nahm an der Vertragsunterzeichnung teil. Szodruch betonte die Bedeutung des zukünftigen Forschungszentrums: "Der stark erhöhte Anteil von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen in der nächsten Flugzeuggeneration und die drastisch gestiegenen wirtschaftlichen Herausforderungen machen die Produktionstechnologie zu einem großen neuen Forschungsfeld im DLR. Damit ergänzt sich in idealer Weise die Systemkompetenz des DLR in der Erforschung neuer Technologien im Flugzeugbau."

Das Land Niedersachsen wird die zusätzlichen Forschungsaktivitäten in der Luftfahrtindustrie in 2008 mit 20 Millionen Euro unterstützen. Die derzeit im kommerziellen Flugzeugbau stark an Bedeutung gewinnenden Kohlenstofffaserverbund-Werkstoffe für Hochleistungsbauteile sind seit mehr als 30 Jahren fester Bestandteil der DLR-Forschung und somit eine Kernkompetenz des DLR.

 Vertragsunterzeichnung mit Ministerpräsident Wulff und DLR-Vorstand Szodruch
zum Bild Vertragsunterzeichnung mit Ministerpräsident Wulff und DLR-Vorstand Szodruch

Im neuen Forschungszentrum "CFK-Valley Nord" wird sich das DLR insbesondere auf die Bereiche Produktionstechnik für Groß- und Volumenbauteile mit hoher Produktionsrate sowie auf die Bereiche Simulation und Qualitätssicherung konzentrieren, die für den Erfolg zukünftiger, CFK-dominierter Flugzeugstrukturen von entscheidender Bedeutung sind.

Angesichts der im Rahmen der EADS-Umstrukturierung angekündigten Veränderungen für die vornehmlich im Rumpfbau aktiven Airbusstandorte Varel und Nordenham und der anvisierten Wachstumsrate für zukünftige Airbus-Verkehrsflugzeuge, steht das DLR bereit, die im Bereich der Flugzeugzelle höchst innovative Einführung der Faserverbundtechnologie im Zusammenschluss mit Politik, Industriepartnern und anderen Forschungseinrichtungen nach Kräften zu unterstützen.

Durch die Erschließung neuer Produktionsmöglichkeiten für Großserienbauteile werden darüber hinaus Grundlagen für energieeffiziente Leichtbaustrukturen erarbeitet, die direkt auch auf andere verkehrstechnische Herausforderungen angewendet werden können. Die seit vielen Jahren bestehende intensive Kooperation mit dem Stader Airbuswerk, dem Composite Technology Center (CTC) und dem Netzwerk "CFK-Valley" aber auch die ausgeprägten Kontakte zu den Werken in Nordenham und Varel bilden eine solide Ausgangsbasis für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen und garantieren eine nahtlose und störungsfreie Entwicklung der geplanten Aktivitäten.


Kontakt
Dr. Dietmar Heyland
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Technology Marketing

Tel.: +49 2203 601-2769


Dr.-Ing. Markus Kleineberg
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik
, Faserverbundtechnologie
Tel.: +49 531 295-2315

Fax: +49 531 295-2838


Erstellt am: 17.01.2008 16:00:00 Uhr