Neuigkeiten und Bekanntmachungen
des Instituts für Aerodynamik und Strömungstechnik

Streicheleinheiten und bewundernde Blicke fürs LamAiR-Flugzeugmodell

26. Juni 2013

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Luftfahrtmesse Le Bourget lockte in Paris tausende Besucher - am DLR-Stand herrschte reges Treiben

So viele „fette“ Geschäfte wie noch nie verkündeten die Flugzeugbauer auf der weltgrößten Luftfahrtmesse Le Bourget in Paris. Verträge über 115 Milliarden Dollar sollen abgeschlossen worden sein – mit diesem Rekord ging die Luftfahrt-messe am vergangenen Sonntag zu Ende. Besucher kamen indes weniger als in den Jahren zuvor. 315.000 insgesamt, hieß es in Medienberichten. 185.000 davon wurden allein an den Publikumstagen gezählt, so die Messeleitung.Viele der Besucher tummelten sich in den Messehallen, denn Wind und Regen machten die Flugschauen teilweise zu einem ungemütlichen Erlebnis. Aus diesem Grund herrschte auch am Stand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) reger Publikumsverkehr. Absoluter Blickfang hier: das vorgepfeilte LamAiR-Flugzeugmodell des Insti-tuts für Aerodynamik und Strömungstechnik.

Das gleich am Eingang aufgebaute Flugzeugmodell lockte nicht nur Kinder, die begeistert darauf zu liefen und das Modell mit ihren Liebkosungen bedachten, sondern vor allem auch Flugzeug-Kenner, die ob der ungewöhnlichen Flü-gelpfeilung neugierig stehen blieben. Hunderte Besucher griffen interessiert nach den Flyern über das LamAiR-Projekt und ließen sich von den Wissenschaftlern des Instituts die aerodynamischen Vorteile der Vorpfeilung erklären. Studen-ten der Luftfahrttechnik aus unterschiedlichsten Ländern, Wissenschaftler, Piloten, aber auch Industrievertreter, Hobby-Luftfahrt-Experten, Familien und natürlich Pressevertreter würdigten den Entwurf des widerstandsarmen Flugzeugs der Zukunft mit aufmerksamen Fragen – und natürlich als Fotokulisse. Kaum ein Besucher ließ es sich nehmen, über die glänzend glatte Oberἀäche des Modells zu streicheln oder die Hand - wie bei glücksverheißenden Statuen üblich – über die Nase des Fliegers zu reiben. Die Begeisterung für die außergewöhnliche FlugzeugkonḀguration war groß.„Schau mal, das hat ja die Flügel falsch rum“ oder „ach, das sieht ja interessant aus, aber das soll wohl so?“ waren häuḀge Ausrufe, die zu längeren angeregten Gesprächen zwischen DLRlern und Besuchern führten. Und während draußen der Airbus A350 das Gelände überἀog, französische Alphajet-Patrouillen den Himmel in blau-weiß-rote Farb-wolken hüllten, Tiger-Helikopter tänzerisch ihre Wendigkeit im Fluge demonstrierten oder die russische Sukhoi Su-35 die Luft erbeben ließ, gab es für die Betreuer des LamAiR-Modells gut zu tun.

So konnten nicht nur die großen Flugzeugbauer, sondern auch die Entwickler und Forscher mit dem Interesse sehr zufrieden sein.

Yvonne Buchwald
Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik


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