Dabei wird der Strömung ein so genannter Temperatur-Sprung aufgeprägt, was bedeutet, dass die Temperatur des Strömungsmediums möglichst schnell mit einer bestimmten Heiz- oder Kühlrate geändert wird. Diese Änderung in der Temperatur der Außenströmung konvektiert dann im Bereich der turbulenten Grenzschicht schneller zur Modelloberfläche hin und bewirkt hier eine Zu- oder Abnahme der Temperatur im Vergleich zum laminaren Teil der Grenzschicht (je nachdem ob die Strömung wärmer oder kälter wird als das Modell). Dieser Temperaturunterschied kann dann eindeutig mittels TSP-Farbe sichtbar gemacht werden. Der Transitionsverlauf zeigt sich als Grenzlinie zwischen hellen und dunklen Bereichen im Ergebnisbild. Auch andere Methoden zur Erzeugung eines Temperaturunterschiedes zwischen Oberfläche und Außenströmung (z.B. Heizen des Modells) sind anwendbar.
Die am Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik vorwiegend für die Transitionserkennung verwendete TSP-Farbe wurde von der Japanese Aerospace Exploration Agency (JAXA) entwickelt und speziell für die Anwendung in großen, kryogenen Windkanälen optimiert. Am DLR Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik wird die Anwendung der TSP-Methode zur Transitionserkennung fortwährend verbessert, sowie neue, temperatursensitive Farben für unterschiedliche Anwendungsgebiete entwickelt.