Advanced In-flight Measurement Techniques 2

AIM²

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Flugversuche sind ein wichtiger Teil der Flugzeugentwicklung und liefern wichtige Validierungsdaten für den Flugzeugentwurf. In den Flugversuchen im Rahmen der Zulassung eines neuen Flugzeugtyps werden die Flugleistungen und das Flugverhalten ausführlich getestet. Ziel ist es hier, die Versuche in möglichst kurzer Zeit bei Einhaltung der hohen geforderten Qualitätsstandards durchzuführen. Üblicherweise kommen hierbei umfangreiche Instrumentierungen zum Einsatz, um das vorhergesagte Flugverhalten zu validieren und ggf. unvorhergesehene Probleme zu analysieren, um sie durch entsprechende Modifikationen abstellen zu können.

Optische Messtechniken haben das Potential den Installationsaufwand  zu minimieren und die Testzeiten zu reduzieren, da sie es ermöglichen, große Datenmengen während einer kurzen Zeit zu erfassen.

In dem bereits abgeschlossenen Projekt AIM (Advanced In-flight Measurement Techniques) konnte die prinzipielle Machbarkeit verschiedener optischer Messverfahren, wie sie bereits in Windkanälen zum Einsatz kommen, demonstriert werden. Das Nachfolgeprojekt AIM² hat die Zielstellung die Messtechniken weiterzuentwickeln, um ihre Anwendbarkeit im Flugversuch den industriellen Anforderungen  weiter anzupassen.

Zu den Messtechniken zählen:  IPCT (Image Pattern Correlation Technique), FBG (Fiber Bragg Grating), IRT (Infrarot Thermographie), BOS (Background Oriented Schlieren), PIV (Particle Image Velocimetry) und LIDAR (Light Detection And Ranging). AIM² konzentriert sich darauf, zuverlässige und leicht handhabbare Messsysteme zu entwickeln und Regeln für ihre Anwendbarkeit und Auslegung aufzustellen, um der Industrie zu ermöglichen, solche Systeme in der Zukunft zu nutzen und damit u.a. zur Reduzierung der Versuchszeiten und –kosten beizutragen.

Das Projekt startet mit Grundlagenstudien, die insbesondere auf Problemstellungen aus dem AIM-Projekt aufbauen, um die Messsysteme weiter zu optimieren. Während die ersten Versuche noch unter Forschungsbedingungen stattfinden, wird ihre Anwendbarkeit später in industrieller Umgebung überprüft. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden besteht das AIM² Konsortium aus vier Partnern aus der Luftfahrt-Industrie inkl. einer SME, drei Forschungseinrichtungen und drei Universitäten mit Erfahrungen in optischen Messtechniken, Flugversuchen und –ausbildung. Das Projekt wird gefördert durch das 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission.


Kontakt
Tania Kirmse
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik
, Experimentelle Verfahren
Tel: +49 551 709-2252

Fax: +49 551 709-2830

E-Mail: Tania.Kirmse@dlr.de
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