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Simulationsanlage Treibstrahlen Göttingen für Elektrische Triebwerke (STG-ET)

6. Januar 2012

Das DLR betreibt am Standort Göttingen Testanlagen für Microtriebwerke, die in der Raumfahrt Anwendung finden. Neben den Vakuumanlagen für chemische und Kaltgas-Triebwerke hat das DLR auch eine Anlage für Tests rund um elektrische Triebwerke in Betrieb genommen, die sogenannte STG-ET.

Elektrische Raumfahrtantriebe wurden und werden zurzeit bereits eingesetzt (z.B. ESA’s Smart1 oder NASA’s Dawn), haben aber darüber h inaus ein großes Potential für künftige wissenschaftliche und kommerzielle Missionen. Stärken dieser Antriebe sind beispielsweise gut kontrollierbare kleine Schubkräfte und hohe Treibstoffeffizienz.

Die STG-ET Anlage ist speziell auf elektrische Triebwerke und insbesondere deren Langzeittests abgestimmt. Kernstück ist die Vakuumkammer mit einer Länge von mehr als 12 m und einem Durchmesser von 5m. Neben Untersuchungen an den Triebwerken und dem Treibstrahl dient die Anlage der Analyse des Einflusses der Treibstrahlen auf Umgebung und Raumfahrzeuge.

Vakuumkammer der STG-ET-Anlage

Schema der Vakuumkammer mit typischen Abmessungen

Die STG-ET Anlage wird Industriekunden zur Verfügung gestellt und auch von F&E-Organisationen benutzt.
Die Eckdaten dafür sind:

  • Ausgelegt für elektrische Antriebe bis zu 25-50kW Eingangsleistung
  • Lebensdauertests
  • Betrieb mit verschiedenen Gasen
  • Schub und Schubvektormessung
  • Messungen der Verteilungen im Plasmastrahl
  • Flüssig-Helium Kryopumpe, Saugleistung 400,000 l/s, Boostfunktion für etwa 24h
  • Kammer mit horizontaler Achse und 169 Vakuumports
  • Betrieb ist auf Kundennutzung ausgerichtet
  • Stabile Messbedingungen und kalibrierte Messtechnik

 


Kontakt
Dr. Andreas Neumann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik
, Raumfahrzeuge
Göttingen

Tel.: +49 551 709-2622

Fax: +49 551 709-2800

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