Ziel
Hintergrund
Es wird erwartet, dass die Passagierzahl bis zum Jahr 2020 um das Dreifache anwächst, während sich der Preis für den Reisenden halbiert. Um in Zukunft sowohl dem wachsenden Transportbedarf in der Luftfahrt als auch den gesellschaftlichen Herausforderungen im Bereich der Umwelt gerecht zu werden, hat das Advisory Council for Aeronautics Research in Europe (ACARE) eine Agenda zur Umsetzung der Ziele der Vision 2020 aufgestellt. Dazu gehören z.B. die Senkung des Abgasausstoßes um mehr als 50% und die Senkung des Lärms um 10-20 dB.
Solche Ziele können nicht durch kontinuierliche Verbesserungen herkömmlicher Technologie erreicht werden, sondern erfordern Technologiesprünge. Massive Anstrengungen von Forschung und Industrie werden notwendig sein, um neue Technologien zur Strömungskontrolle oder gänzlich neue Konfigurationen für die Flugzeugentwicklung nutzbar zu machen. In jedem Falle erfordert dies einen enormen Ausbau der Fähigkeiten und Werkzeuge der numerischen Simulation, die sich in den letzten Jahren zur Schlüsseltechnologie entwickelt hat. Gegenwärtig sind numerische Simulationsrechnungen für komplette Flugzeugkonfigurationen zwar Bestandteil der täglichen Ingenieursarbeit, aber die benötigte Zeit von Stunden bis zu Tagen ist ein deutlicher Hemmfaktor. Für die oben genannten Herausforderungen ist es unverzichtbar, ein reales Flugzeug einschließlich aller multidisziplinären Interaktion „im Rechner zu fliegen“ oder sämtliche entwicklungs- und zulassungsrelevanten Daten innerhalb kürzester Zeit zuverlässig mit garantierter Genauigkeit zu erstellen.
Aufgaben
Um das volle Potenzial der numerischen Strömungssimulation ausschöpfen zu können, müssen eine Reihe entscheidender Hürden genommen werden. Diese liegen in der Bereitstellung
Deutschland mit seinem Luftfahrtschwerpunkt in Norddeutschland wird sich mit C²A²S²E gerade auch vor dem Hintergrund der internationalen Konkurrenz dieser Herausforderung stellen.
Erwartetes Ergebnis
Durch das C²A²S²E-Zentrum wird eine dauerhafte Einrichtung geschaffen, die sich zum attraktiven Anziehungspunkt für die weltweite Kompetenz auf dem Gebiet der numerischen flugphysikalischen Simulation entwickeln wird. Die integrierten Beiträge aller Disziplinen und die konsequente Ausnutzung der in den nächsten Jahren zu erwartenden
Implementierung
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des C²A²S²E-Zentrums sollen sich an folgenden vier Herausforderungen orientieren und Lösungen dafür bereitstellen:
Partner
Neben dem Deutschen Zentrum für Luftfahrt werden sich Airbus und das Land Niedersachsen am Aufbau und Betrieb des C²A²S²E Zentrums beteiligen. Für die Durchführung der grundlagenorientierten Forschungsaktivitäten werden enge Kooperationen mit den Hochschulen angestrebt. Eine Verbindung mit dem derzeitigen Digital Aircraft Center in Bremen wird erwogen. Der Kreis der Partner soll in Zukunft durch Interessenten aus dem Bereich Luft- und Raumfahrt (u.a. EADS), anderer Industriezweige (Automobilbau, Schiffbau) sowie relevanter Zulieferer erweitert werden.
Eckdaten
Das C²A²S²E-Projekt ist momentan auf einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren angelegt.
Mitte des Jahres 2007 soll das Zentrum seine Arbeit am Hauptstandort Forschungsflughafen Braunschweig aufnehmen. Bei Airbus in Bremen wird eine Zweigstelle eingerichtet, die über eine schnelle Datenleitung verbunden ist. In den ersten fünf Jahren werden die Kosten von 30 Millionen Euro von DLR, Airbus und dem Land Niedersachsen zu gleichen Teilen getragen.
Perspektive
Die längerfristige Ausrichtung ist ein wesentliches Element von C²A²S²E; nur so kann hinreichende Attraktivität für führende Experten aufgebaut werden. Es ist beabsichtigt, in 5-Jahres- Schritten über die Einrichtung neuer Projekte zu entscheiden. Die benötigte Kapazität an Hochleistungsrechnern (HPC) soll schrittweise ausgebaut und fortlaufend aktualisiert werden. Eine Verbindung zu den existierenden europäischen HPC-Großzentren universitärer Forschung sowie den neuen Zentren, die im 7. Rahmenprogramm der EU entstehen sollen, ist beabsichtigt.
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