Abteilung Experimentelle Verfahren



Übersicht:

Die Abteilung Experimentelle Verfahren vergibt laufend Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten mit unterschiedlichen Themen aus dem Aufgabenbereich der Abteilung. Aufgabenstellung und Umfang der Arbeit können jeweils an die Bedingungen der Studienordnung, die Interessen des Bewerbers und den aktuellen Bedarf der Abteilung angepasst werden (Download).

Hintergrund:

EV-Diplomarbeit Deformation
Verformung

Die Abteilung Experimentelle Verfahren entwickelt optische und akustische Feldmessverfahren zur Erfassung strömungsmechanischer und aeroakustischer Größen und wendet diese vor allem in großen industriellen Windkanälen oder im Flugversuch für Aufgabenstellungen aus dem Bereich der Aerodynamik an.

Quantitativ messbare Größen sind:

  • Druck (Pressure Sensitive Paint PSP),
  • Geschwindigkeit (Particle Image Velocimetry PIV),
  • die Lage von Transitionslinien (Temperature Sensitive Paint TSP),
  • Dichte (Background Oriented Schlieren Technique BOS),
  • Schalldruck (Acoustic Microphone Array),
  • Deformation (Image Pattern Correlation Technique IPCT) und räumliche Lage des untersuchten Windkanalmodells oder Flugzeugflügels.

 

 
EV-Diplomarbeiten Geschwindigkeit (Volumen)
Geschwindigkeit (Volumen)
 
EV-Diplomarbeit Druck-Geschwindigkeit

Druck und Geschwindigkeit

Weitere Informationen: http://www.dlr.de/as

Voraussetzungen (je nach Anforderungen):

  • Interesse an experimentellen Arbeiten,
  • gute Kenntnisse in Messtechnik, Elektronik, Videotechnik, Optik und Strömungsmechanik,
  • Programmiererfahrung (z.B. MATLAB,C, ...)

Beginn:

nach Absprache

Ansprechpartner:

Dr. Lars Koop
Tel.: 0551 / 709-2460
E-Mail: Link zum E-Mail Formular (Ansprechpartner auswählen und Titel nennen)

DLR, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
in der Helmholtz-Gemeinschaft
Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik
Abteilung Experimentelle Verfahren
Bunsenstraße 10
D-37073 Göttingen

 

Konkrete Themen:

1. Masterarbeit: Entwicklung eines Verfahrens zur schnellen Kalibrierung von Mikrofonarrays (Ankündigung)

Hintergrund:

Die Position und die Stärke von Schallquellen an einem Modell, welches im Windkanal umströmt wird, kann mit einem Mikrofonarray vermessen werden. Das Mikrofonarray besteht aus einer großen Anzahl von Mikrofonen, die gewöhnlich in einer zweidimensionalen Ebene angeordnet sind. Die Mikrofonarray Messtechnik basiert auf der Kompensation von Laufzeitunterschieden. Die Genauigkeit der Quelllokalisation hängt unter anderem von der Mikrofonposition und dem Phasen- und dem Amplitudenfrequenzgang der jeweiligen Mikrofone ab. Insbesondere der Phasen- und der Amplitudenfrequenzgang sind bisher nur sehr aufwendig zu bestimmen. Für den zukünftigen Einsatz in Messkampagnen wird ein Verfahren benötigt, welches schnell durchführbar ist und robust die Eigenschaften des Mikrofonarrays bzw. der Mikrofone überprüft.

  EXV-Master-Thesis-Ahhlefeldt-201410-Arrayselbstkalibrierung-Bild1

Foto im Windkanal mit einem Mikrofonarray an der Messstreckenseitenwand und einem
Flugzeughalbmodell in der Mitte der Messtrecke

EXV-Master-Thesis-Ahhlefeldt-201410-Arrayselbstkalibrierung-Bild2-cut

 

Quellkarte einer Mikrofonarraymessung

Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Thomas Ahlefeldt
Dr.-Ing. Carsten Speer
Tel.: 0551 / 709-2427
E-Mail: Link zum E-Mail Formular (Ansprechpartner auswählen und Titel nennen)

 

 

2. Studien- / Bachelorarbeit: Untersuchung der Federspreizung bei frei fliegenden Vögeln (Ankündigung)

Hintergrund:

EV-Diplomarbeit Eule Bild1
Schleiereule (Tyto Alba)

Als einer der ersten Pioniere der Luftfahrt beschäftigte sich bereits Otto Lilienthal mit dem Flug der Vögel. Neben der Feststellung, dass Vogelflügel gewölbt sind, und quantitativen Beobachtungen zur Kinematik, stellte Lilienthal auch fest, dass sich im Aufschlag das Gefieder aufspreizt und Spalten zwischen den Federn entstehen. Des
Weiteren konnte er beobachten, dass die Flügelspitze aus Einzelfedern besteht, was letztendlich als Vorbild für Winglets an Verkehrsflugzeugen diente. Trotz der Vorbildwirkung sind die Formen bzw. Bewegungen eines Vogels im Flug noch immer in weiten Teilen unbekannt. Durch neue optische Messverfahren, wie z.B. die Particle Image Velocimetry (PIV) und die Projected Pattern Correlation Technique (PROPAC), sind in den letzten Jahren Messtechniken entwickelt worden, die, bedingt durch ihren nicht invasiven Ansatz, Messungen am lebenden Vogel erlauben.

 

EXV_Studienarbeit_Eule-bild1

Federspreizung einer Schleiereule im Freiflug

EXV_Studienarbeit_Eule-bild2
berechnete dreidimensionale Oberfläche im Freiflug

Ansprechpartner:

Thomas Wolf
Tel.: 0551 / 709-2438
E-Mail: Link zum E-Mail Formular (Ansprechpartner auswählen und Titel nennen)


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http://www.dlr.de/as/desktopdefault.aspx/tabid-722/1194_read-11816/
Texte zu diesem Artikel
Abteilung Experimentelle Verfahren (AS-EXV) (http://www.dlr.de/as/desktopdefault.aspx/tabid-183/251_read-12784/usetemplate-print/)