Modelbrennkammer in Betrieb . Brennkammeraufbau mit Abgasrohr . Ziel:Indirekter Brennkammerlärm (Entropie- und Wirbellärm), der auf Grund von Inhomogenitäten des Temperatur- und Wirbelfeldes bei Austritt aus der Brennkammer und Eintritt in die Turbine entsteht, soll vor dem Hintergrund der allgemeinen Lärmreduzierung moderner Triebwerke experimentell nachgewiesen und quantifiziert werden.
Lösungsweg:Die Schallentstehung durch Entropiewellen wurde mittlerweile numerisch in der CFD/CAA-Arbeitsgruppe am Hermann-Föttinger-Institut der Technischen Universität Berlin simuliert und konnte vom DLR in einem generischen Prinzip-Experiment auch experimentell nachgewiesen werden (EWG). Derzeit werden ähnliche Untersuchungen zum Nachweis des Wirbelschalls durchgeführt. An einer mit Methan betriebenen Modell-Brennkammer, die mit einer Düse abgeschlossen ist, soll das Phänomen des indirekten Brennkammerschalls ausführlich untersucht und der Beitrag des indirekten Schalls im Verhältnis zum Gesamtschall quantifiziert werden. Die Brennkammer kann bei selbsterregten Schwingungen betrieben werden. Zudem steht eine Vorrichtung zur periodischen Modulation der Brenngaszufuhr und damit zur künstlichen Anregung von Entropiewellen zur Verfügung.Die Druckfelder in der Brennkammer und im Abgasrohr werden mit Sondenmikrofonen gemessen. Zeitlich aufgelöste Messungen der Temperatur mittels Doppel-Thermoelement-Sonden, der Dichte mittels Filtered Rayleigh Scattering (FRS) oder der bereits versuchsweise genutzten Transient Grating Spectroscopy zur punktuellen optischen Temperaturmessung werden eingesetzt, um die für den Entropieschall wichtigen Inhomogenitäten zu charaktiersieren. Für Parameterstudien können die Leistung der Brennkammer, das Luft-Brenngas-Verhältnis, die Brennkammerlänge, der Brennkammerabschluss und die Frequenz und Amplitude der künstlichen Anregung variiert werden.