Die steigende Nachfrage nach Bauteilen aus Faserverbundwerkstoffen in größeren Stückzahlen erfordert neue Gestaltungs- und Fertigungsmethoden. Für das Institut steht deshalb die Gestaltung von neuen, leistungsfähigeren und kostengünstigen Leichtbaustrukturen im Vordergrund. Faserverstärkte Verbundwerkstoffe und hybride Werkstoffkombinationen bieten Vorteile, wie zum Beispiel eine hohe Festigkeite oder wenig Gewicht. Defizite gegenüber traditionellen Werkstoffen werden durch innovative Bauweisen kompensiert.
Für zukünftige Flugzeuggenerationen erarbeitet das Institut auf der Basis von Faserverbundkunststoffen neue Leichtbaukonzepte. Die Forschungsarbeiten erstrecken sich entlang der gesamten Engineeringkette - vom Werkstoff bis hin zur robotergestützten automatisierten Produktion. So kann das Institut einen fortgeschrittenen Technologiereifegrad und eine hohe Qualität sicherstellen. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen duroplastische und thermoplastische Verbundstrukturen.
CMC-Leichtbaustrukturen (Ceramic Matrix Composites) besitzen eine hohe Schadenstoleranz und eignen sich für Einsatzbereiche mit hohen Lasten und Temperaturen bis 2000 Grad Celsius. Anwendung finden diese Faserkeramiken zum Beispiel bei Komponenten für Raumfahrtantriebe, bei Thermalschutzsystemen für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, aber auch bei Bremsen für bodengebundene Fahrzeuge, beim Maschinenbau sowie im Bereich der Energietechnik.
Das Institut untersucht in einem weiteren Schwerpunkt die strukturelle Integrität von hochbeanspruchten Tragstrukturen bei einem Crash oder bei stoßartiger Belastung, wie beispielsweise Vogelschlag. Neben Crashsimulationen für Hubschrauber, Flugzeugbauteile und bodengebundene Fahrzeuge, werden auch Beschuss und explosionsartige Lastfälle untersucht, numerische simuliert und experimentell verifiziert.