Zur mechanischen Festigkeitsprüfungen mit hohen Verformungsgeschwindigkeiten steht eine servo-hydraulische Hochgeschwindigkeits-Prüfmaschine vom Typ Instron VHS 100/20 zur Verfügung. Die maximale dynamische Prüfkraft beträgt +/-100 kN, wobei eine Belastungsgeschwindigkeit zwischen ca. 1 und 20 m/s erreicht werden kann. Der maximale Kolbenweg beträgt 300 mm, die Beschleunigungs- und Dämpfungsstrecke ca.: 125 mm. Die maximale statische Prüfkraft ist 150 kN. Je nach Vorrichtung können Proben auf Zug oder Druck belastet werden. Weiterhin lassen sich Verbindungen, z. B. Verklebungen, Verschweißungen oder Vernietungen untersuchen. Für einen „weichen“ Zugriff der Klemmbacken auf die Proben kann der sog. „Schnelle Beißer" eingesetzt werden. Die Versuchsdaten lassen sich zum einen von den maschineninternen Sensoren gewinnen, zum anderen durch weiteres Equipment wie Piezo-Kraftsensoren. Die Datenaufzeichnungsrate der vorhandenen Transientenrekorder geht bis zu 10 MHz. Des Weiteren können Hochgeschwindigkeitskameras und optische 3D-Verformungsanalyse eingesetzt werden.Insbesondere die Kombination aus Prüfung unter erhöhten Dehnraten und der optischen Verformungsmessung kann zur Validierung von Materialmodellen in der Simulation sinnvoll eingesetzt werden. Dabei lässt sich auch die Dehnratenabhängigkeit von Werkstoffen bzw. Konstruktionen untersuchen. Durch die umfassende Untersuchung eines Werkstoffs anhand von Proben und dem Vergleich mit Simulationen lässt sich die Verlässlichkeit von Simulationsergebnissen im Entwicklungsprozess steigern.