Wasserstoffwelt Japan

16.10.2015 | von Dorothee Bürkle

Mit Solarenergie lässt sich mehr als nur Strom generieren. Die Energie der Sonne kann auch zur Herstellung chemischer Energieträger, sogenannter Solar Fuels, genutzt werden. Japans Regierung setzt mit einem ehrgeizigen Energieprogramm massiv auf den Energieträger Wasserstoff. Bis 2030, so die Vorgabe des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie, soll massenweise Wasserstoff für die große Volkswirtschaft zur Verfügung stehen und genutzt werden. Die japanische Regierung will ihr Land, das über keine eigenen fossilen Energieressourcen verfügt, so unabhängiger vom Import von Öl und Kohle machen und gleichzeitig die Ziele des Kyoto-Protokolls erreichen. weiterlesen

Kapazitätsmechanismen als Rettungsschirm der Energiewende?

12.06.2015 | von Matthias Reeg

Ungeachtet der weithin geteilten Ziele der Energiewende in Deutschland sind doch die konkreten Wege dorthin heftig umstritten. Wir haben im DLR (in der Abteilung Systemanalyse und Technikbewertung im Institut für Technische Thermodynamik) gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern aus anderen Instituten der Helmholtz-Allianz Energy-Trans untersucht, welche Auswirkungen Veränderungen im Strommarktdesign mit sich bringen, um die Versorgungssicherheit auch bei steigenden Anteilen an erneuerbaren Energien kostengünstig sicher zu stellen. weiterlesen

Energieeffizienz – Stiefkind der Energiewende

28.05.2014 | von Jan Oliver Löfken

Von Jan Oliver Löfken, Wissenschaftsjournalist und DLR-Energieblogger

Windräder und Solarparks alleine reichen nicht aus, um den Klimawandel einzudämmen. Ohne das Einsparen von Energie lässt sich eine umfassende Energiewende nicht umsetzen. Genau an diesem Punkt hapert es derzeit in vielen Staaten der Europäischen Union. weiterlesen

Energieabhängigkeit: Welche Alternativen gibt es zum russischen Gas?

09.04.2014 | von Jan Oliver Löfken

Eine Betrachtung von Jan Oliver Löfken, Wissenschaftsjournalist und DLR-Energieblogger

Mit der Krim-Krise wächst in Deutschland das Unbehagen, zu sehr von russischen Energieimporten abhängig zu sein. Dank neuer Pipelines wuchs 2013 der Anteil russischen Gases am deutschen Bedarf sogar auf 38 Prozent. Zusammen mit ebenfalls hohen Importanteilen an Erdöl (34 %) und Steinkohle (23 %) machen Energieträger von jenseits des Urals fast ein Viertel (23 %) der deutschen Energieversorgung aus. Gibt es überhaupt Alternativen zu diesen Importen? Und wie viel Zeit wäre für eine umfassende Umstellung auf andere Energielieferanten nötig? weiterlesen

Optionale oder verpflichtende Direktvermarktung für Erneuerbare Energien – wer profitiert wie?

19.12.2013 | von Marc Deissenroth

Wenn die Politik in den Energiemarkt eingreift, kann dies Auswirkungen haben, die im Vorfeld keiner bedacht hat. Mit dem Simulationsmodell AMIRIS verfügen wir am DLR-Institut für Technische Thermodynamik über ein Werkzeug, das solche Auswirkungen im Vorfeld aufzeigen kann. Mit diesem Werkzeug haben wir unter anderem untersucht, wie der Strommarkt reagiert, wenn die Direktvermarktung von Erneuerbaren Energien verpflichtend eingeführt würde. Die Ergebnisse zeigen, dass AMIRIS aktuelle Entscheidungsprozesse gut unterstützen kann. weiterlesen

Energiewende: Schluss mit Schwarz-Weiß-Strategien

24.09.2013 | von Jan Oliver Löfken

Ein Kommentar von Jan Oliver Löfken, Wissenschaftsjournalist und DLR-Energieblogger

Die Bundestagswahl ist vorüber, die Koalitionsgespräche werden in Kürze beginnen. Die Erwartungen sind groß, dass nach langer mutloser Lethargie der Politik das Projekt Energiewende wieder angegangen wird. Es ist höchste Zeit: Denn die bisher gültigen Bedingungen lassen Strompreise für private Haushalte steigen während sich tausende Unternehmen vor der EEG-Umlage drücken. Niedrige Kurse für CO2-Zertifikate forcieren die Verstromung von Kohle so stark, dass die gesteckten Klimaziele in immer weitere Ferne rücken. Sowohl die Vertreter der Wirtschaft als auch die Bürger verlieren – die einen schneller als die anderen – das Vertrauen in den ambitionierten Umbau der Energieversorgung. weiterlesen

Weniger Akzeptanz für die Energiewende: Kippt die Stimmung?

26.06.2013

Wie ein stetiges Mantra wiederholen Politker, Energieversorger und Wissenschaftler beharrlich, wie wichtig die Akzeptanz der Bürger für den Erfolg der Energiewende ist. Und tatsächlich steht eine breite Mehrheit weiterhin hinter dem Atomausstieg und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien. Doch wer genauer hinschaut, erkennt erste Anzeichen des Bröckelns an dieser unerschütterlich geglaubten Zustimmung. weiterlesen

Wissenschaftsjahr "Zukunft der Energie": Jede Woche eine Frage, eine Antwort und 150 Kommentare

29.12.2010 | von Dorothee Bürkle

Im Wissenschaftsjahr 2010 "Die Zukunft der Energie" hat das DLR jede Woche eine Frage zum Thema Energie gestellt. Beantwortet hat sie Wissenschaftsjournalist Jan Oliver Löfken. Im Blog konnten die User Fragen und Kommentare publizieren, auf die wir geantwortet haben - 150 Diskussionsbeiträge sind so zusammen gekommen. In unserem EnergieBlog können Sie in 51 Beiträgen nachlesen, wie Forscher in Zukunft unsere Energieversorgung sicherstellen wollen und welche Weichen die Politik dafür gerade stellt. weiterlesen

Energie Blog

Energie-Frage der Woche: Mit welcher Strategie will die EU die Energieversorgung in Zukunft sichern?

22.11.2010 | von Jan Oliver Löfken

20-20-20. So umreißt die Europäische Union bereits seit Jahren ihre Ziele in der Energie- und Klimapolitik. Bis zum Jahr 2020 sollen 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen stammen, die Treibhausgasemissionen um mindestens 20 Prozent reduziert und die Energieeffizienz um 20 Prozent erhöht werden. Alle 27 Mitgliedstaaten sind aufgefordert, die Ziele für ihre Nation zu erreichen. Ergänzend legte nun Energiekommissar Günther Oettinger eine Energiestrategie für die gesamte EU vor. Welche sind die wichtigsten Pläne für die zukünftige Energieversorgung? weiterlesen

Energie-Frage der Woche: Lässt sich Atommüll unschädlich machen?

15.11.2010 | von Jan Oliver Löfken

Mit der beschlossenen Laufzeit-Verlängerung deutscher Kernkraftwerke, Castor-Transporten und Demonstrationen gegen diese, ist auch die Diskussion um ein Endlager für den Atommüll neu entfacht. So wird der Salzstock im niedersächsischen Gorleben weiter auf seine Eignung untersucht, doch auch mögliche Standorte in anderen Bundesländern rücken ins Blickfeld der Wissenschaftler. Gibt es denn keine Alternative zu der mehrere tausend Jahre dauernden Einlagerung des Atommülls unter der Erde? weiterlesen

Energie-Frage der Woche: Wie lange reichen die weltweiten Reserven des Kernbrennstoffs Uran?

25.10.2010 | von Fabian Walker

So umstritten Kernkraft mit ihren Risiken, dem ungelösten Endlagerproblem und seinen hohen Investitionskosten ist, decken derzeit rund 430 Meiler weltweit etwa 14 Prozent des globalen Strombedarfs. Aber genauso wie Erdöl, Kohle oder Erdgas steht der Brennstoff für Kernkraftwerke – Uran-235 – nicht unbegrenzt zu Verfügung. Für welchen Zeitraum reichen die natürlichen Uranlagerstätten eigentlich noch aus? weiterlesen

Energie-Frage der Woche: Mit welcher Technik lässt sich Energie überhaupt speichern?

18.10.2010 | von Jan Oliver Löfken

Die Batterie ist wohl der bekannteste Energiespeicher, der zuverlässig, schnell und an jedem Ort Strom zur Verfügung stellt. Wiederaufladbare Akkus sind ideal für Handy oder Elektroauto. Aber für große Strommengen, die Engpässe im Stromnetz stopfen müssen, wären sie nur bedingt geeignet. Auf welche anderen Speichermöglichkeiten können wir heute zurückgreifen? weiterlesen

Energie-Frage der Woche: Warum sind Speicher für die Energieversorgung so wichtig?

11.10.2010 | von Jan Oliver Löfken

Ob wir Auto fahren, zuhause das Licht anschalten oder die Heizung aufdrehen - wir verlassen uns darauf, dass just in diesen Momenten genug Energie zur Verfügung steht. Das klappt aber nur, wenn zwei wesentliche Grundlagen erfüllt sind. Zum einen muss die Energie in der gewünschten Form schnell und zuverlässig zum Verbraucher transportiert werden, zum anderen gewährleisten Energiespeicher den einfachen Zugriff und einen "Energiepuffer", um Lücken bei der Verteilung zu stopfen. Auf welche Speicher greifen wir überhaupt tagtäglich zurück? weiterlesen