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Raumfahrt | 16. April 2018 | von Jens Wucherpfennig

Video: Tierbeobachtung aus dem All - ICARUS

Ein Kamel in Baikonur
Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Bei dem Raketenstart von ICARUS an Bord einer Sojus-Rakete in Baikonur gab es auch tierische Zuschauer.

Mit dem Projekt ICARUS möchten wir Wanderbewegungen von Tieren erforschen. Hierzu werden Tiere mit einem kleinen, nur 5 Gramm leichten Sender ausgestattet. Eine Antenne auf der International Raumstation ISS soll die Signale dieser Tags empfangen, sodass wir verstehen können, wie Tiere sich weltweit bewegen. So können wir die genaue Lage der Tiere bestimmen sowie Beschleunigung, Temperatur und Feuchtigkeit messen. weiterlesen

Raumfahrt | 29. März 2018 | von Felix Fuchs

Von der Wüste auf den Mars: Suche nach Leben in der Atacama-Wüste

Atacama Airport
Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Angekommen: Der Flughafen Desierto de Atacama, auch Flughafen Copiapó, in der Region Atacama in Chile.

Der Mensch beschäftigt sich schon lange mit der Frage wo er herkommt und wie das Leben ursprünglich entstanden ist. Aus der Sicht der Evolutions- und Astrobiologie ist es wahrscheinlich, dass erstes Leben auf unserem Planeten durch Mikroorganismen entstanden ist. Heute kann man immer noch auf Verwandte des ursprünglichen Lebens treffen, meistens in Form von Mikroorganismen. Zum Teil weisen diese Eigenschaften auf, welche sie vor Millionen von Jahren entwickelt haben: Beispielsweise eine enorme Strahlenresistenz, die heute aufgrund unserer Erd-Atmosphäre nicht gebraucht wird, oder die Widerstandsfähigkeit gegenüber Lebensräumen, in denen es fast kein Wasser oder organische Materie gibt. Auf der Erde gibt es nur noch sehr wenige dieser lebensfeindlichen Orte, die von Menschen unberührt sind. Die Atacama-Wüste im Norden von Chile bietet die einzigartige Möglichkeit, nach mikrobiellem Leben unter extremen Bedingungen zu suchen. Im Regenschatten der Anden mit Niederschlägen von weniger als einem Millimeter pro Jahr können nur die widerstandfähigsten Mikroorganismen überleben.

Die Kombination aus Trockenheit und Strahlung in der Atacama-Wüste kann man zudem mit den Bedingungen auf dem Mars vergleichen: Als sogenanntes Mars-Analogon bietet die Wüste die Möglichkeit, verschiedene Bodenbeschaffenheiten zu vergleichen, um so abzuschätzen, ob Leben auf dem Mars möglich sein könnte und unter welchen Bedingungen dieses Leben untersucht werden kann.

Die Expedition in die Atacama-Wüste wird von einem Forscherteam der Leibniz Universität in Hannover geleitet. Zudem unterstützen Studenten und junge Wissenschaftler die Mission und lernen dabei das Arbeiten im Feld. Vom DLR ist Florian Fuchs dabei, der für das Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin mikrobielle Versuche anhand der Bodenproben durchführt. Vor der Expedition wurden bereits wissenschaftlich relevante Gebiete ausgewählt, so beispielsweise in verschiedenen Höhen, unterschiedlichen Böden und Regionen.

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Auf dem Weg in die Atacama-Wüste: Flug über die Anden

Zurück im Labor werden alle Bodenproben auf verschiedene Parameter hin untersucht, dies reicht vom pH-Wert bis hin zur Bestimmung des Salzgehalts, damit die Proben untereinander verglichen werden können. Neben der aufwändigen Bodenanalyse werden die Proben molekularbiologisch untersucht, sodass mikrobielles Leben identifiziert und vielleicht sogar kultiviert werden kann. Mit den gesammelten Ergebnissen der Expedition können ökologische Zusammenhänge von Leben unter extremen Umwelteinflüssen analysiert und bewertet werden. Erkenntnisse über die Bodenbeschaffenheit und Mikrobiologie können zudem Hinweise liefern, wo man auf unserem roten Nachbarplaneten Spuren des Lebens vermuten kann.

 

 

Raumfahrt | 09. März 2018 | von Philip Kausche

Erster Sojus-Start aus Kourou in diesem Jahr

Quelle: ESA/CNES/Arianespace - Photo Optique Video du CSG - P. Baudon
Alles bereit zum Rollout der Rakete.

+++ Update: Der Start am späten Nachmittag war erfolgreich. Alle vier Satelliten befinden sich gesund im Orbit. Dies war der 18. Start einer Sojus-Rakete aus Kourou. +++

Während wir Menschen ins Wochenende starten, startet heute am späten Nachmittag um voraussichtlich 17:37 Uhr deutscher Zeit eine Sojus-Trägerrakete aus Kourou. Der Start kann per Livestream verfolgt werden, die Übertragung beginnt circa 20 Minuten vor der geplanten Startzeit. Es ist der erste Sojus-Start in diesem Jahr aus Kourou.

Unter der Nutzlastverkleidung an der Spitze der Rakete befinden sich vier Telekommunikationssatelliten. Jeder Satellit hat eine Startmasse von 700 Kilogramm und die Größe eines Kleinbusses. Die Satelliten sind Teil einer Satellitenkonstellation namens O3b der Firma SES. Zurzeit besteht die Konstellation aus zwölf Satelliten, die alle vom europäischen Startdienstleister Arianespace gestartet wurden. Es ist geplant, die Konstellation auf bis zu 20 Satelliten auszubauen. weiterlesen

Raumfahrt | 02. Februar 2018 | von Clemens Plank

SOFIA öffnet ihr Herz

Blick aus der Cavity; im Vordergrund ist das Spiegelsystem
Quelle: DLR / Clemens Plank
Ein seltener Anblick: Der Blick aus SOFIAs Teleskop-Raum durch die Teleskoptüre nach außen in den Hangar der Lufthansa Technik

Ihr Herz öffnen - das macht SOFIA üblicherweise erst ab "Wolke7". Denn ihr sensibles Herz darf nur unter besonders reiner Luft geöffnet werden. Auf über zwölf Kilometern Flughöhe ist die Luft sehr rein und es besteht keine Gefahr, dass der Spiegel verschmutzt wird. Jede Reinigung oder ein erforderlicher Aus- und Einbau des Spiegels ist mit hohem Risiko verbunden.

Der 2,70 Meter große und 800 Kilogramm schwere Spiegel aus zerbrechlichem Glas ist die wichtigste Komponente der fliegenden Sternwarte von DLR und NASA. Einen Ersatzspiegel gibt es für diese Maßanfertigung nicht. Aus diesem Grund wird der Spiegel im wahrsten Sinne des Wortes nur mit Samthandschuhen und wie die "Prinzessin auf der Erbse" behandelt. Sollte er kaputt gehen, würde es das Ende von SOFIA bedeuten.

Und doch öffnen wir am Boden die Teleskoptüre? weiterlesen

Raumfahrt | 25. Januar 2018 | von Philip Kausche

Ariane 5 macht sich auf in neue Höhen

Erster Start 2018: Ariane 5 auf dem Weg zum Launch Pad
Quelle: Arianespace/ESA/CNES/Optique Video du CSG
Die Ariane 5 auf dem Weg zum Launch Pad.

+++ Update: Beim Start der Ariane 5 am 25. Januar kam es zu einer Anomalie. In Folge wurden beide Satelliten nicht genau in ihrem Zielorbit abgesetzt. Beide Satelliten sind jedoch voll funktionstüchtig und werden wie geplant alleine ihren Zielorbit anfliegen und dort ihren Dienst aufnehmen können. Für die Untersuchung des Vorfalls wurde eine unabhängige Untersuchungskommission eingerichtet. Weitere Informationen +++

Heute Abend wird eine Ariane 5 zum ersten Mal in diesem Jahr vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana ins All starten. Auf ihrer Mission wird sie zwei Telekommunikationssatelliten transportieren. Das Startfenster öffnet sich um 23:20 Uhr und bleibt dann für 45 Minuten offen. Typischerweise wird ein Start zu Beginn des Zeitfensters angestrebt. Es lohnt sich also den Livestream rechtzeitig aufzurufen. weiterlesen

Sonstiges | 02. Januar 2018 | von Fiona Lenz

Jeden Tag eine Tür Forschung

Tannenbaum
Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Weihnachtliche Stimmung auf dem Kölner DLR-Gelände

In der Vorweihnachtszeit öffnete das DLR auf Twitter und Instagram wieder jeden Tag eine Tür zur Forschung. Unter dem Hashtag #AdventskalenDLRer konnten die Follower so Einblicke in die vielfältige Forschung des DLR gewinnen.

Wir haben nochmal alle Türchen im Überblick weiterlesen

Raumfahrt | 19. Dezember 2017 | von Heinz-Theo Hammes

SOFIA, die doppelte Sternen-Guckerin

Quelle: DLR / Clemens Plank

Seit Oktober 2016 arbeite ich beim DLR Raumfahrtmanagement in der Abteilung Extraterrestrik und habe als SOFIA-Projektingenieur den besten Job der Welt. Normalerweise pendle ich regelmäßig von Bonn nach Kalifornien. In Palmdale befindet sich die Heimatbasis der fliegenden Sternwarte von NASA und DLR. Seit circa einem Monat bin ich allerdings gemeinsam mit SOFIA in Hamburg.

Wie jedes Flugzeug muss auch das unter N747NA registrierte und als Clipper Lindbergh getaufte Flugzeug regelmäßig in die Werkstätte. Aber es ist nicht irgendein Flugzeug. Clipper Lindbergh ist eines von nur 45 jemals gebauten Sondervarianten der klassischen Boeing 747. Eine sogenannte 747SP (Special Performance). Von diesem "Oldtimer-Flugzeugtyp" fliegen heute weniger als acht Stück. Des Weiteren hat man Clipper Lindberg so modifiziert, dass darin das 17 Tonnen "leichte" SOFIA-Teleskop Platz findet. Ziemlich viele Besonderheiten auf einmal. Darum stehen - weitaus umfangreicher als bei Linienmaschinen oder gar beim Auto - Inspektionen für die nächste Zulassung an. weiterlesen

Sonstiges | 15. Dezember 2017 | von Andrea Schaub

Ein neues Design für DLR.de

Ein neues Design für DLR.de
DLR.de wird responsiv und bekommt ein neues Design
Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Das neue Design von DLR.de: strukturiert, aufgeräumt und responsiv

Die Website des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bekommt ein neues Outfit. Fast sieben Jahre nach dem letzten Relaunch wird sich DLR.de im Herbst 2018 mit einem vollständig neuen Design-Konzept zeigen.

Mit gleichzeitigem Softwarewechsel erhält das Portal nicht nur ein anderes Design, sondern auch eine neue Architektur. Künftig soll das Portal weiterhin das wachsende Forschungs- und Entwicklungsportfolio des DLR widerspiegeln und - noch stärker als zuvor - auf die Bedürfnisse unserer Besucherinnen und Besucher eingehen. weiterlesen

Raumfahrt | 13. Dezember 2017 | von Heinz-Theo Hammes

Warum hat SOFIA einen Buckel?

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
SOFIA beim Tag der Luft- und Raumfahrt in Köln

SOFIA ist sozusagen der Quasimodo unter den Flugzeugen, denn die Maschine hat im Gegensatz zu ihren eleganten Kollegen, die wir aus dem normalen Flugverkehr kennen, einen Buckel. Heißt das, SOFIA ist unattraktiv? Vielleicht! Ich bin allerdings der Meinung, dass der Buckel die Maschine erst richtig interessant macht, denn hier sind die inneren Werte von SOFIA verborgen: das Teleskop, die Sternkameras und nicht zuletzt das Türsystem - mit allem was dazu gehört. weiterlesen