Über den Autor

Ulrich Köhler

Ulrich Köhler ist Planetengeologe am DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof. Dort gehört er - kaum, dass er 25 Jahre beim DLR ist - mittlerweile auch schon zum "mittelalten" Eisen und kann mit Begriffen wie Apollo, Viking oder Voyager im Gegensatz zu manchem Masterstudenten noch etwas anfangen.

Tatsächlich waren es diese Projekte und Weltraummissionen, die schon als Kind seine Faszination für die Planetenforschung geweckt haben. Beispielsweise, indem der vielzitierte "Onkel aus Amerika" jedes Jahr, wenn er zu Besuch kam, in den 1970er-Jahren die berühmten gelben "National Geographic"- Hefte nach Deutschland mitbrachte, die natürlich total cool waren. Das Blöde war nur, man musste besser Englisch können, als einem in der Schule beigebracht wurde…

1990 nahm er ohne eine Sekunde zu zögern das Angebot des 2014 verstorbenen Professor Neukum am DLR an, an der Datenauswertung der Mission Galileo zum Jupiter und seinen Monden mitzumachen - vor allem aber die auf dem Weg dorthin aufgenommenen Bilddaten der beiden Erde-Mond-Vorbeiflüge zu bearbeiten. Der Vulkanismus auf Mond, Mars und Merkur sind immer noch seine liebsten Themen im Sonnensystem, aber durch die Beteiligungen des Instituts an Missionen wie Cassini, Dawn, Rosetta Venus- und Mars-Express erweiterte sich der Horizont fast zwangsläufig.

Gemeinsam mit Professor Jaumann ist er Autor zweier populärwissenschaftlicher "Schinken" zum Mond und Mars, zuletzt kuratierte er die DLR-Ausstellung "Kometen", die ihre Premiere im Museum für Naturkunde in Berlin hatte.

Beiträge von Ulrich Köhler

Raumfahrt | 27. April 2017 | 3 Kommentare

Eine Feuerkugel am Abendhimmel

Das kann kein Zufall sein: Pünktlich zum 90. Geburtstag des Asterix-Zeichners Alberto Uderzo am 25. April wäre uns doch beinahe "der Himmel auf den Kopf gefallen". Über Norddeutschland leuchtete ein bis zwei Sekunden lang ein heller Lichtstrahl auf: Er rührte von einer sogenannten Feuerkugel her, einem Meteor. Ein Objekt war in die Erdatmosphäre eingedrungen und verglühte dort. weiterlesen

Raumfahrt | 20. Januar 2017 | 1 Kommentar

Gene Cernan (1934-2017) - Idol meiner Kindheit und Jugend

Am Montag dieser Woche ist jener Mann gestorben, der als letzter auf dem Mond war: Eugene "Gene" Andrew Cernan. Mit 82 Jahren, irgendwie doch viel zu früh, zumal wir vom DLR-Institut für Planetenforschung ihn von seinem Besuch 2013 noch als turbo-vital, fit und voller Energie in Erinnerung haben. weiterlesen