Über den Autor

Jean-Pierre Paul de Vera

Jean-Pierre Paul de Vera

Jean-Pierre de Vera hat an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Chemie, Botanik, Mikrobiologie und Geologie studiert und im Fach Biologie promoviert. Bereits im Alter von 8 Jahren begeisterte er sich für die Raumfahrt und war umso mehr erfreut, während seiner Promotionszeit in Kontakt mit dem DLR zu treten. Erstmals konnte er am Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in der Abteilung Strahlenbiologie in Köln Organismen aus alpinem Permafrost unter simulierten Weltraumbedingungen testen. Nach abgeschlossener Promotion blieb er auch während verschiedener Forschungsaufenthalte in Italien, England und Spanien dem DLR verbunden. Während dieser Zeit wirkte er bereits an verschiedenen Weltraumexperimenten wie BIOPAN 6 auf dem Satelliten FOTON M3 und LIFE auf der Expositionsplattform EXPOSE-E am Columbus-Modul der ISS als Co-Investigator mit. Seit 2009 erfolgte seine Einstellung am DLR am Institut für Planetenforschung in Berlin im Rahmen der Helmholtz-Allianz "Planetary Evolution and Life", wo er als Topic-Leader das Themenfeld der Physik des Wassers auf anderen Planeten und seine Bedeutung für Leben bearbeitete. Im gleichen Zuge übernahm er die Leitung des Mars-Simulationslabors von Prof. Dr. Möhlmann. 2009/10 nahm er an der ersten Antarktis-Expedition GANOVEX 10 teil, wo er Proben für das ESA-Weltraumexperiment BIOMEX sammelte, welches er als Chefwissenschaftler ebenfalls seit 2010 leitet. BIOMEX ist mit einer Fülle an biologischen Proben am 24.07.2014 mit einer Sojus-Rakete ins All gestartet und wurde mit Hilfe zweier Außenboard-Einsätze russischer Kosmonauten außen an dem russischen Zvezda-Modul  auf die EXPOSE-R2 montiert, wobei nach erfolgreicher Weltraum-Exposition diese Proben 2016 wieder in die Labore seiner internationalen Kooperationspartner sowie in sein Labor zur weiteren Untersuchung zurückkommen werden. Aktuell bereitet Jean-Pierre de Vera mit seinen internationalen Kollegen ein neues Weltraumexperiment der ESA mit dem Namen BIOSIGN vor, welches die Umweltbedingungen des Mars sowie der Eismonde von Jupiter und Saturn im nahen Erdorbit simulieren soll. Dafür braucht er neue Proben aus der Tiefsee und auch neue Proben aus der Antarktis. Die Proben wird er während der GANOVEX 11 Expedition (2015/16) unter der Leitung des BGR in der Antarktis sammeln. Die Tiefseeproben werden vom GEOMAR im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX beigesteuert.

Beiträge von Jean-Pierre Paul de Vera

Raumfahrt | 10. Februar 2016

Besuch der Gondwana-Station, letzte Untersuchungen und wehmütiger Abschied - Teil 9

Ein noch unbekanntes Terrain war für uns (d.h. für Ernst und Nicole, weniger für mich) die von der italienischen Mario Zucchelli Station aus sichtbare deutsche Gondwana-Station und ihre Umgebung am anderen Ende der Terra Nova-Bucht. weiterlesen

Raumfahrt | 03. Februar 2016

Flechten, Bakterien und eine Herausforderung für die Mars-Kamera - Teil 8

Nachdem wir den letzten Schneesturm in unseren Zelten heil überstanden hatten, war erst einmal Geduld bei allen Beteiligten angesagt. Unser Camp besteht aus 21 Insassen, die alle unterschiedliche wissenschaftliche Interessen und weit verteilte Arbeitsgebiete hier in North Victoria Land haben. weiterlesen

Raumfahrt | 08. Januar 2016

Die Reise in die Antarktis - Teil 2

Unsere Schiffsanreise dauerte länger als gedacht. Leider trafen wir auf einen viele hundert Kilometer breiten Treibeis-Gürtel vor unserem Ziel, der "Terra Nova Bucht". Da unser Schiff, die "M/V Italica", kein Eisbrecher ist, sondern nur einen verstärkten Bug hat, erforderte die Fahrt durch das Treibeis höchste Konzentration und großen Einsatz der Schiffscrew. weiterlesen

Raumfahrt | 07. Januar 2016

Expedition GANOVEX 11: Astrobiologie und Mars-analoge Studien in der Antarktis - Teil 1

Obwohl das Eis in der Antarktis nahezu den gesamten Kontinent bedeckt, gibt es im ewigen Eis trotzdem Gebiete, die für die Planetenforschung von höchstem Interesse sind. Im Dezember 2015 sind drei DLR-Forscher in Richtung Südpol aufgebrochen, um für die internationale Planetenforschung noch unbekannte antarktische Gebiete zu erkunden und mit Strukturen auf dem Mars zu vergleichen. weiterlesen