Jan Woerners Blog
 
 

Wissenschaft, Wissenschaftsmanagement, Wissenschaftspolitik … Teil 3

12. November 2013, 17.33
Wissenschaft braucht Freiraum, um aus Kreativität Innovation zu schaffen. Zugleich ist es nachvollziehbar, dass Steuerzahlerin und Steuerzahler einen Anspruch auf sinnvolle Verwendung der Steuermittel erheben. Diesen scheinbaren Widerspruch - individuelle "Freiheit" versus gesellschaftliche Erwartung - in "Wohlgefallen" aufzulösen, ist die vornehmste Aufgabe der Personen, die mit der unmittelbaren Planung von Forschungsaktivitäten befasst sind: der Wissenschaftsmanagerinnen und Wissenschaftsmanager. Der Politik kommt die Aufgabe zu, inhaltliche und strategische Vorgaben überall dort - und nur dort - zu formulieren, wo sie aufgrund demokratischer Legitimation (durch eine Wahl) zu definieren sind.
Jan Wörner
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Gedanken zum Abschied

16. Mai 2011, 15.16
Am heutigen Montag startete das Space Shuttle Endeavour zur Internationalen Raumstation ISS. An Bord befindet sich das wissenschaftliche Großgerät AMS, das Hinweise auf Dunkle Materie und Antimaterie entdecken soll. Der Flug ist der Letzte der Endeavour, zugleich läutet er das Ende der Shuttle-Ära ein. Parallel zu diesem eher technischen Abschied mussten wir auch Thomas Reiter verabschieden, der seit Mitte April als Direktor für "Human Spaceflight and Operations" der Europäischen Weltraumorganisation ESA tätig ist. Zwei Abschiede im Raumfahrtbereich – Grund genug für mich, über grundsätzliche Fragen der Raumfahrt nachzudenken.
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Das DLR, Europa und die internationale Kooperation

18. Februar 2011, 11.57
In der jüngeren Vergangenheit wurde aus meiner Sicht vielfach das Thema "Nationale Aktivitäten versus internationale Kooperation" diskutiert. Das "entweder ... oder" wurde dabei bis hin zu einer tagespolitischen Grundlage hochstilisiert. Insbesondere die Vorgänge der ersten beiden Monate des Jahres 2011 belegen hinsichtlich unserer Aktivitäten, dass wir nicht das „entweder ... oder“ sondern die Verbindung nationaler Bemühungen mit europäischen und darüber hinausreichenden Maßnahmen als erfolgversprechende Positionierung sehen.
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Wikileaks und die Folgen für das DLR

06. Januar 2011, 10.52
Die Veröffentlichung von US-amerikanischen Dokumenten hat in den vergangenen Wochen für Aufregung bei den Medien und in der Öffentlichkeit gesorgt. Die neuesten "Enthüllungen" von Wikileaks betreffen nun auch Aktivitäten des DLR im Bereich der Raumfahrt. Zwei Dinge müssen jetzt geschehen: Man muss erstens die "Informationen" kritisch zur Kenntnis nehmen und man sollte zweitens über Konsequenzen im Einzelnen sorgfältig nachdenken.
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Kooperation mit Kasachstan, Vertragsunterzeichnung in Astana

23. Juli 2010, 13.07
Baikonur, das durch die Aktivitäten der sowjetischen Raumfahrt bestens bekannte Kosmodrom, liegt auf dem Hoheitsgebiet des nunmehr autonomen Kasachstan. Der Direktor der kasachischen Raumfahrtagentur, Talghat Mussabajew, war selbst als Kosmonaut im All und hat ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm formuliert. Kasachstan ist an einer engen Kooperation mit Deutschland sehr gelegen, da viele Aspekte wie zum Beispiel die Erdbeobachtung in beiden Ländern mit hoher Priorität vorangetrieben werden. In Astana, der Hauptstadt Kasachstans, wurde nun ein Rahmenabkommen unterzeichnet, dass die Grundlage für eine zukünftige Kooperation zwischen Deutschland und Kasachstan im Bereich der Raumfahrt bilden soll.
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