TanDEM-X Blog | 13. Mai 2010 | 1 Kommentar

TanDEM-X ist in Baikonur angekommen

Es war ein weiter und langer Weg nach Baikonur. Schon zu Begin der Reise hatte die Frachtmaschine mit ihrer 37-Tonnen-TanDEM-X-Zuladung, bestehend aus sechs Containern, mehrere Stunden Verspätung. Erst um 22.45 Uhr konnten wir München verlassen. Deswegen wurde allerdings der Zwischenstopp im russischen Uljanovsk nicht kürzer. Im Gegenteil, auch hier waren die Zollkontrollen aufwendiger und zeitintensiver.

Unsere Ankunft in Baikonur erfolgte daher erst um am 12. Mai um 15.20 Uhr Ortszeit und damit sehr spät. Damit war für das Begleitteam bestehend aus sieben Astrium-Kollegen und "uns" beiden DLR-lern ein langer Tag vorherbestimmt. Auch wenn das Ausladen aus der Antonov-Transportmaschine und das Beladen auf Lkw zügig und routiniert erfolgte, war der anschließende Transport mit einigen unplanmäßigen Stopps verbunden und viel länger als geplant. Eine Reifenpanne zwang mehrmals zum Halten und zu provisorischen Reparaturen. Aber die russischen Kollegen kamen mit der Situation bestens klar. Improvisation ist einfach alles, und manchmal fährt ein Lkw auch mit einem Rad weniger! Dennoch musste es weitergehen. Es wurde dunkel, und Wolken zogen auf. Die Testfacility im Kosmodrom musste also schnellstens erreicht werden.

Entladung von TanDEM-X in Baikonur

TanDEM-X - gut angekommen in Baikonur

Gegen 20.00 Uhr kamen wir an. Das Abladen konnte endlich beginnen und tatsächlich: Um 22.30 Uhr, also nahezu 24 Stunden ohne Ruhe und nach unserer Abreise in München, ging es endlich ins Hotel. Die einstündige Fahrt über die mit Schlaglöchern gespickten Straßen war dann nicht mehr der Rede wert.

Zwischenzeitlich liegt dies einige Stunden Schlaf  zurück. Heute am 13. Mai sind die Container allesamt entladen. Der Satellit ist ebenfalls aus seinem Transportcontainer entnommen worden. Das "Electrical Ground Support Equipment" (EGSE) und die mechanischen Hilfsmittel (MGSE) stehen bereit. Heute Abend noch beginnen wir mit dem Bedrucken des Kaltgassystems. Morgen wird das Hydrazinsystem auf Dichtigkeit getestet, um am morgigen Abend, also am Freitag, den 14. Mai, endlich den Satelliten einschalten zu können. Vor dem Team, das bereits jetzt durch Astrium-Kollegen aus Lampoldshausen verstärkt ist und nächste Woche durch weitere Testingenieure aus Friedrichshafen ergänzt wird, liegen anstrengende Wochen. Auch die Wochenenden werden nicht vollständig frei sein. Aber so sind Startkampagnen nun mal.   

TrackbackURL

Kommentare

1 Kommentar
icelefant
14. Mai 2010 um 13:39 Uhr

Glückwunsch zum Transfer und weiterhin Hals und Beinbruch für die Mission!

mfg ice

RSS-Feed Kommentare