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Wissenschaftsjahr "Zukunft der Energie": Jede Woche eine Frage, eine Antwort und 150 Kommentare

29. Dezember 2010, 11.00, Dorothee Bürkle, 2 Kommentar/e
Im Wissenschaftsjahr 2010 "Die Zukunft der Energie" hat das DLR jede Woche eine Frage zum Thema Energie gestellt. Beantwortet hat sie Wissenschaftsjournalist Jan Oliver Löfken. Im Blog konnten die User Fragen und Kommentare publizieren, auf die wir geantwortet haben - 150 Diskussionsbeiträge sind so zusammen gekommen. In unserem EnergieBlog können Sie in 51 Beiträgen nachlesen, wie Forscher in Zukunft unsere Energieversorgung sicherstellen wollen und welche Weichen die Politik dafür gerade stellt.

Das Themenspektrum wollten wir möglichst breit halten, von der Energiestrategie der EU bis zu kuriosen Forschungsansätzen wie einem T-Shirt, das zum Kraftwerk wird. Ziel war, in diesem Jahr Energiethemen vielfältig, spannend, hintergründig und allgemein verständlich zu beleuchten.

Vielen Dank an alle Leser für ihr Interesse und ihre Beiträge. Unsere letzte Energie-Frage der Woche werden wir am 27. Dezember 2010 veröffentlichen. Das über ein Jahr zusammengetragene Wissen bleibt den Lesern im deutsch- und englischsprachigen DLR-Energieblog weiterhin zugänglich.

Mittel für Energieforschung sind Zukunftsinvestitionen

Das Wissenschaftsjahr "Die Zukunft der Energie" haben Energieforscher und Politiker genutzt, um über diese wohl wichtigste Zukunftsaufgabe zu informieren und zu diskutieren. Beide Berufgruppen sind gefordert: Energieforscher müssen Visionen entwickeln, an sie glauben und dann unzählige Puzzelstücke zusammenfügen, damit aus Visionen konkret umsetzbare Pläne werden. Politiker stellen mit ihren Entscheidungen und Fördergeldern die wichtigen Weichen, ob und in welchen Zeiträumen aus Visionen Projekte und praktikable Lösungen werden. 2010 ist viel passiert: Die Bundesregierung hat ihr Energiekonzept verabschiedet, die EU hat ihre Energiestrategie vorgestellt und im kommenden Frühjahr wird die Bundesregierung das sechste Energieforschungsprogramm beschließen. Damit wird die Politik Weichen für eine sichere und klimaschonende Energieversorgung der Zukunft stellen.

Letzter Kontrollblick: DLR-Mitarbeiterin Miriam Ebert prüft, ob der Schutz aus Keramikfasern um den Strahlungsempfänger gut abgedichtet ist. Das Versuchs-Kraftwerk Solhyco ist auf dem 60 Meter hohen Solarturm auf der Plataforma Solar de Almería in Südspanien aufgebaut. Bild: DLR

Letzter Kontrollblick: DLR-Mitarbeiterin Miriam Ebert prüft, ob der Schutz aus Keramikfasern um den Strahlungsempfänger gut abgedichtet ist. Das Versuchs-Kraftwerk Solhyco ist auf dem 60 Meter hohen Solarturm auf der Plataforma Solar de Almería in Südspanien aufgebaut. Bild: DLR.

Das DESERTEC-Projekt ist ein Beispiel dafür, wie aus Visionen Gestalt annehmen: Aus einer Studie, 2003 vom Club of Rome in Auftrag gegeben und von Wissenschaftlern beim DLR durchgeführt, entstand der Plan, mit Hilfe von solarthermischen Kraftwerken in Wüsten Strom zu erzeugen und diesen zu den Verbrauchszentren zu übertragen. Da es weder die Kraftwerke in den Wüstenregionen noch die dazu erforderlichen Stromnetze gibt, in der Tat eine visionäre Idee. Und doch konnten die Wissenschaftler überzeugen, dass das Projekt nach dem heutigen Stand der Technik machbar ist. Erneuerbarer Strom aus der Wüste für Nordafrika, den Nahen Osten und Europa wäre eine nachhaltige Win-Win-Situation für Nordafrika und Europa. 2009 ließ sich mit der Gründung der Dii (DESERTEC Industrial Initiative) auch die Wirtschaft überzeugen und Ende 2010 laufen die Pläne für Solarthermische Kraftwerke und ein überregionales Stromnetz bereits auf Hochtouren.

Es besteht Handlungsbedarf, denn der Energiehunger der Menschen lässt sich nicht zügeln, auch wenn viele Menschen bereit sind, Energie einzusparen. Global gesehen steigen sowohl die Bevölkerungszahl als auch der Pro-Kopf-Verbrauch an Energie. Umso wichtiger ist, dass Energieforscher und Politiker sich den Herausforderungen stellen und nach Lösungen suchen. Impulse dafür werden sie auch im neuen Jahr von den Energieforschern bekommen.

Infos zum Wissenschaftsjahr: Die Zukunft der Energie


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