Space Blog | 22. Mai 2015 | von Andrea Schaub | 1 Kommentar

Video: Fotografieren auf der Raumstation - damals und heute

Blick ins All: Alexander Gerst in der ISS-Aussichtsplattform Cupola
Blick ins All: Alexander Gerst in der ISS-Aussichtsplattform Cupola
Quelle: NASA
Blick ins All: Alexander Gerst in der ISS-Aussichtsplattform Cupola

Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst startete am 28. Mai 2014 zu seiner Mission "Blue Dot - Shaping the Future", er lebte sechs Monate auf der Internationalen Raumstation ISS und umrundete dabei 16 Mal am Tag unseren Planeten.

Alexander Gerst, Geophysiker und Vulkanologe, machte während seiner Mission beeindruckende Fotografien und schickte zahlreiche Videobotschaften, die uns die Schönheit und Verletzlichkeit unseres Planeten in beeindruckender Weise zeigen. Über Facebook, Twitter und Flickr teilte er seine Eindrücke mit uns. Sein ESA-Kollege Reinhold Ewald half ihm vom Boden aus, die vielen offenen Fragen, die dabei in den sozialen Netzwerken entstanden, in der Video-Reihe "Fragen an einen Astronauten" zu beantworten. Am 10. November 2014 landete Alexander Gest schließlich in der kasachischen Steppe an Bord einer russischen Sojus-Kapsel wieder auf der Erde.

Auch Reinhold Ewald hatte in den 90er-Jahren die Chance, während seiner deutsch-russischen Mission an Bord der Raumstation MIR zu leben und zu arbeiten und erstellte beim "Ritt" in der Sojus-Kapsel sogar ein Selfie mit der Videokamera. Im DLR-Film "Fotografieren auf der Raumstation - damals und heute" erzählt uns der ESA-Astronaut im Europäischen Astronautenzentrum (EAC), wie sich das Fotografieren auf der Raumstation seit seinem Aufenthalt auf der MIR im Jahr 1997 bis heute verändert hat. Kosmische Strahlung, fliegende Objekte und die begrenzte Anzahl von 20 Filmrollen waren unter anderem die Herausforderungen an ihn und seine Besatzungsmitglieder.

Im Kurzfilm zeigt uns Reinhold Ewald, der für die Mission in den 90er-Jahren im russischen Sternenstädtchen zum Kosmonauten ausgebildet wurde, was man 1997 bei der analogen Fotografie beachten musste, präsentiert sein historisches Foto- und Filmmaterial, und beschert dem Betrachter dabei sicherlich das ein oder andere Lächeln. Viel Spaß beim Ansehen!

DLR-Sonderseite: Mission "Blue Dot - Shaping the future"

Space Blog | 26. März 2015 | von Rolf Hempel | 1 Kommentar

SoFi 2015 - Geht das auch schärfer?

Maximale Bedeckung der Sonne am 20. März 2015
Quelle: Rolf Hempel (CC-BY 3.0)
Kurz nach der maximalen Bedeckung ist die Sonne nur noch als schmale Sichel zu sehen.

Am 20. März 2015 war die Erwartung groß: In einem schmalen Streifen über dem Nordatlantik sollte der Mond die Sonne total verfinstern. In Deutschland würden wir eine partielle Finsternis erleben können, bei der immerhin drei Viertel der Sonne bedeckt wären. Günstig war die Tageszeit der Sonnenfinsternis: Während der maximalen Phase würde die Sonne hoch am Vormittagshimmel stehen.

So musste nur noch das Wetter mitspielen, und daran haperte es leider in weiten Teilen Westdeutschlands. An vielen Orten im Rheinland hielt sich zäher Nebel oder Hochnebel bis in die Mittagsstunden. Besser waren die Aussichten weiter östlich, vor allem in höher gelegenen Regionen. Daher beschloss ich kurzfristig, mein Glück im Hochsauerland zu suchen. Auf der Fahrt nach Winterberg klarte kurz hinter Grafschaft der Himmel plötzlich auf. An einer Feldeinfahrt in 500 Metern Höhe fand ich den nahezu idealen Beobachtungsplatz: Die Lage an einem Nordhang verhinderte, dass die Sonne den Boden erwärmen und Luftturbulenzen verursachen konnte. Die Luft war klar und völlig wolkenlos. weiterlesen

Space Blog | 06. März 2015 | von Rolf Hempel | 1 Kommentar

Enge Begegnung von Venus und Uranus am Abendhimmel

Begegnung von Venus und Uranus am Abendhimmel
Quelle: Rolf Hempel (CC-BY 3.0)
Ausschnittsvergrößerung der Aufnahme vom 4. März 2015. Uranus ist der winzige blaue Punkt links neben der helleren Venus. (Aufnahmedaten: Canon 5D MKII, Canon EF 100-400mm f/8 L IS USM, Kenko Telekonverter 1,4x, f=560mm, ISO 1600, 1sec.)
 

Am Abend des 4. März fand die in diesem Jahr engste Begegnung zweier Planeten statt: Von der Erde aus betrachtet zog die Venus sehr dicht am Uranus vorbei. Die Planeten unseres Sonnensystems kreisen unterschiedlich schnell um die Sonne. Da wir selbst mit der Erde an dieser Bewegung teilnehmen, beschreiben die anderen Planeten an unserem Himmel recht komplizierte Bahnen. Gelegentlich kommt es dabei zu Überholmanövern. Man spricht dann von einer "Planetenkonjunktion". weiterlesen

Space Blog | 25. Februar 2015 | von Elke Heinemann

Könnten Wassermoleküle des Mars auf die Erde gelangt sein?

Marsatmosphäre
Quelle: ESA/DLR/FU Berlin, CC BY-SA 3.0 IGO
Die HRSC-Kamera an Bord der Mars Express-Raumsonde hat dieses Bild gegen den Marshorizont aber in erster Linie deshalb aufgenommen, weil es die Struktur der Marsatmosphäre sichtbar macht. Deutlich ist darauf zu erkennen, wie sich die untere, dichtere Atmosphäre von der Stratosphäre abhebt.

Die HRSC-Kamera an Bord der Sonde Mars Express liefert seit Januar 2004 hochaufgelöste Aufnahmen der Marsoberfläche - in Farbe und 3D. Wir veröffentlichen diese Bilder monatlich auf unserer Sonderseite über die Mission Mars Express. Immer wieder erreichen uns Fragen zu diesen Bildern und den darauf zu sehenden geologischen Beschaffenheiten oder auch zum Thema Mars allgemein. Eine besonders interessante Frage beantwortet Ulrich Köhler aus dem DLR-Institut für Planetenforschung in diesem Blogpost ausführlich. weiterlesen

Space Blog | 23. Januar 2015 | von Christian Grimm

Aufbruch ins unentdeckte Land - Start von Hayabusa2 und Mascot

Aufbruch ins unentdeckte Land - Start von Hayabusa2 und Mascot
Quelle: DLR (Maximilian Maier)
Start von Hayabusa2 und Mascot, aufgenommen vom "südlichen" Beobachtungspunkt

Es ist gerade einmal wenige Wochen her, dass die ESA-Mission Rosetta die Landeeinheit Philae in einer spektakulären Aktion auf dem Kometen 'Chury' abgesetzt hat. Und noch bevor dessen erste Daten genauer analysiert werden konnten, wurde mit der japanischen Mission Hayabusa2 und dem mitgeführten Lander Mascot der nächste Hoffnungsträger zur Erforschung des Sonnensystems auf die Reise geschickt. Ein Augenzeugenbericht über den Raketenstart am Tanegashima Space Center in Japan. weiterlesen

Space Blog | 04. Dezember 2014 | von Johannes Weppler

Einmal Umlaufbahn und zurück

Quelle: NASA
Die Delta IV Heavy-Rakete auf dem Starplatz. In der Mitte oben ist die Spitze des Startabbruchsystems sichtbar, darunter befindet sich die Orion-Kapsel.

+++ Der Start am heutigen Donnerstag wurde aufgrund technischer Probleme mit ein paar Ventilen auf morgen (Freitag, 05.12.2014) 13:05 Uhr MEZ verschoben. +++

"Einmal Umlaufbahn und zurück" - so könnte das Motto für den wichtigen Raketenstart lauten, den die NASA heute Mittag durchführen wird. Für die NASA ist es der erste Schritt zu ihrem großen Ziel, irgendwann einmal Astronauten zum Mars zu schicken. Auch für uns in Europa und Deutschland ist der Start ein wichtiger Meilenstein.

Heute um 13:05 Uhr unserer Zeit (7:05 Uhr EST, Liveübertragung auf NASA-TV) soll eine Delta IV Heavy-Rakete vom Space Launch Complex 37B der Cape Canaveral Air Force Station starten. Die Starts von Delta IV-Raketen sind eigentlich nichts Außergewöhnliches, aber bei diesem ist eine ganz besondere Fracht an Bord: der Prototyp der US-amerikanischen Orion-Kapsel.

Aber was ist diese Orion-Kapsel und warum ist dieser Start heute auch für uns in Europa und in Deutschland so wichtig? weiterlesen

Space Blog | 06. November 2014 | von Andrea Schaub

Unsere Videoreihe "Fragen an einen Astronauten" geht weiter

Fragen an einen astronauten - Reinhold Ewald
Reinhold Ewald im EAC
Quelle: DLR (CC-By 3.0)
ESA-Astronaut Reinhold Ewald im Europäischen Astronautenzentrum (EAC)

Gestern und heute haben wir die dritte und vierte Folge unserer kleinen Produktion "Fragen an einen Astronauten" veröffentlicht und bis zur Landung des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst hören wir nicht damit auf.

Bis Alexanders Rückkehr - am 10. November 2014 - werden wir insgesamt 7 Episoden veröffentlichen, in denen der ESA-Astronaut Reinhold Ewald zahlreiche Fragen auf Alexanders Facebook-Seite unter die Lupe nimmt und beantwortet.

Fragen an einen Astronauten - Alle Videos ansehen

 

Alexander Gerst hat im Rahmen seiner Mission "Blue Dot - Shaping the Future" nach seiner Landung insgesamt 166 Tage auf der Internationalen Raumstation ISS verbracht. Weit weg von der Erde - in einer Höhe von 400 Kilometern und einer Geschwindigkeit von 28.800 Kilometern pro Stunde -  hat er auf der Station im Weltall gelebt und geforscht. Während der Mission war er in circa 100 Experimenten involviert und hat die ISS sogar am 7. Oktober 2014 für einen Außenbordeinsatz, eine sogenannte Extravehicular Activity (EVA), für mehr als sieben Stunden verlassen.

Dokumentiert hat er seine Arbeit unter anderem mit zahlreichen Posts und Fotos auf Flickr, Facebook und Twitter und damit für viele Kommentare, Fragen und Likes gesorgt.
 

Space Blog | 05. November 2014 | von Christian Grimm | 1 Kommentar

Ein letzter Blick - Abschied von Mascot

Quelle: DLR
Anziehen der letzten Sicherung vor dem Start

Die letzten Handgriffe sind getan und die letzten Funktionstests beendet. Nach der erfolgreichen Integration von Mascot auf dem Trägersatelliten Hayabusa-2 in Sagamihara, fanden noch letzte Vorbereitungen am Startplatz des Tanegashima Space Center in Japan statt. Mit der finalen Anbringung der Solarsegel, die sich für den Start im gefalteten Zustand behutsam über Mascot legen, bot sich die letzte Möglichkeit Mascot noch einmal mit eigenen Augen zu sehen.

Für das Entwicklungsteam ist es ein merkwürdiges Gefühl nun Abstand nehmen zu müssen. Zweieinhalb Jahre haben wir Mascot großgezogen, haben sie wachsen sehen und haben sie eine Menge gelehrt. Nun war es aber an der Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes "loszulassen" und sie auf die schwierige Mission zu schicken, bei der wir leider nicht mitreisen können.

Doch wie verabschiedet man sich von einem Objekt, welches im biologischen Sinn zwar nicht lebendig ist, aber dennoch die Persönlichkeiten von so vielen Personen beinhaltet, die es über die Entwicklungszeit so innig begleitet haben. weiterlesen

Space Blog | 02. Oktober 2014 | von Fabian Walker

Video: Wie funktioniert… ein Raumanzug?

Der Raumanzug EMU
Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Der Raumanzug EMU im Schwebelabor (NBL) der NASA in Houston, Texas.

Wenn der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst am 7. Oktober 2014 zu seinem ersten Weltraumausstieg die Internationale Raumstation verlässt, trägt er einen Raumanzug der NASA, den sogenannten EMU (Extravehicular Mobility Unit). Im Video erklärt der ehemalige Astronaut Hans Schlegel die Funktionen dieses Anzugs. weiterlesen

Space Blog | 01. Oktober 2014 | von Andrea Schaub

Fragen an einen Astronauten

Alexander Gerst auf Facebook
Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

So heißt unsere kleine Videoreihe, die wir gemeinsam mit dem ESA-Astronauten Reinhold Ewald im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) produzieren. Unser Protagonist war viele Jahre als Leiter des ESA Columbus-Kontrollzentrums in Oberpfaffenhofen für den Betrieb des Forschungslabors Columbus auf der Internationalen Raumstation ISS zuständig. Heute unterstützt er die Missionen der ESA-Astronauten, insbesondere die wissenschaftlichen Inhalte, vom EAC in Köln aus.

In einzelnen Episoden nimmt Reinhold Ewald die Kommentare auf der Facebook-Seite seines Kollegen Alexander Gerst unter die Lupe. Der deutsche ESA-Astronaut befindet sich seit 4 Monaten an Bord der ISS und postet beeindruckende Fotografien von seiner Blue Dot Mission. Ob grüne Polarlichter, majestätische Bergmassive oder atemberaubende Wolkenschatten. Der Geophysiker hält vieles in Bildern fest und teilt seine Erlebnisse fast täglich mit uns auf der Erde. Seine einmaligen Eindrücke werfen natürlich auch Fragen auf und sorgen für jede Menge Likes und Kommentare. weiterlesen