Jan Woerners Blog
 
 

Eine Woche voller (DLR-)Höhepunkte

29. Juni 2010, 13.56, Jan Wörner, 0 Kommentar/e
Die vergangene Woche begann mit Montag, allerdings in besonderer Weise: Nachdem wir uns die Nacht von Sonntag auf Montag in Anspannung um die Ohren geschlagen hatten, startete TanDEM-X morgens um 4.14 MEZ in einem Bilderbuchstart in der kasachischen Steppe. Schlag auf Schlag ging es mit internen und externen Aktivitäten durch die Woche...

TanDEM-X war gerade erfolgreich in seinen Erdorbit gebracht worden, um gemeinsam mit seinem Zwilling TerraSAR-X ein vollständiges Höhenmodell der Erde aufzunehmen, da saß ich im Flugzeug von München nach Köln, um am Dialog mit dem Nachwuchs teilzunehmen. Diese regelmäßige Veranstaltung ist, wie der ebenfalls regelmäßige Dialog mit den Institutsleitern eine gute Gelegenheit, um Meinungen, Kritik und Vorschläge aus dem DLR zu hören und zur Grundlage der weiteren Arbeit zu machen. Die Dialogrunde wird traditionell mit dem Porzer Picknick abgeschlossen, dem Sommerfest des DLR in Köln-Porz mit vielen Teilnehmern "unserer" Welt. Im Senat wurde dann der Nachfolger von Herrn Szodruch als Luftfahrtvorstand gekürt; Herr Henke, bislang Professor an der RWTH Aachen wird ab Herbst zum DLR kommen.

Simulatorzentrum im DLR BraunschweigZur selben Zeit müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass Herr Müller-Steinhagen das DLR leider verlässt und Rektor der TU Dresden wird. Zwei Baumaßnahmen konnten in dieser Woche "gefeiert" werden, in Köln-Porz übergab der parlamentarische Staatssekretär im BMVBS, Herr Ferlemann, den Bewilligungsbescheid für ein neues Werkstattgebäude und in Braunschweig konnte der Grundstein für ein Simulatorgebäude gelegt werden. Zur Grundsteinlegung war auch Herr Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig zugegen, da sich das Land Niedersachsen über die TU finanziell beteiligt: Damit wird die Kooperation DLR@TU Braunschweig auch baulich sichtbar. Im Anschluss an die Grundsteinlegung bekam ich die Möglichkeit, gleich zweimal in die Luft zu gehen: einmal mit dem Tragschrauber des Instituts für Flugsystemtechnik und mit dem Airbus A350 des Instituts für Flugführung. Auch wenn Simulatoren die Welt nur simulieren, so brachte mich der Anflug auf den Flughafen Prag doch ganz schön ins Schwitzen.

Es ist immer wieder phantastisch, welche Aufgaben im DLR vorhanden sind und wie sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihr Thema einsetzen!

Am Freitag hatte ich dann noch ein weiteres besonderes Erlebnis, was mir die Bedeutung der Verkehrsforschung, insbesondere der Kollisionsvermeidung nicht nur im Zugverkehr sondern auch für die Straße vor Augen führte: Auf dem Zubringer des Flughafens begegneten wir einem Geisterfahrer... Eine tolle Woche...

Bild oben: Kontrollraum TanDEM-X (DLR), Bild unten: Simulatorzentrum im DLR Braunschweig (DLR).


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