06. Mai 2013, 15.24
Es sollte doch alles Routine sein, denn immerhin stand am 10. April 2013 bereits der 100. SOFIA-Flug bevor. Aber ehe es zu dem als "Engineering Flight" geplanten Jubiläumsflug mit dem deutschen Instrument GREAT (German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies) an Bord der 747SP und den sich anschließenden beiden Wissenschaftsflügen vom Betriebszentrum in Kalifornien aus kommen konnte, wurde der gesamte Zeitplan der Kampagne durch unerwartete technische Herausforderungen und die harschen Wetterbedingungen völlig infrage gestellt.
|
22. Juni 2011, 22.44
Mit SOFIA können Astronomen im Flugzeug über den Großteil des Wasserdampfs in der Atmospähre hinwegfliegen - dies macht die erwünschten Infrarot-Beobachtungen erst möglich. Doch die Tatsache, dass SOFIA fliegt, hat auch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Diese Sternwarte ist mobil - wir können sie im Unterschied zu bodengebundenen Observatorien an unterschiedlichen Orten auf der Erde einsetzen. Und das kann sehr nützlich sein - wie bei einer so genannten Pluto-Okkultation dieser Tage.
|
06. Juni 2011, 08.18
Als 1998 ein Konsortium deutscher Forschungsinstitute (Max-Planck Institut für Radioastronomie in Bonn, Universität zu Köln, Max-Planck Institut für Sonnensystemforschung und DLR-Institut für Planetenforschung) beschloss, den German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies (GREAT) als Principal Investigator Instrument der ersten Generation für das SOFIA-Observatorium zu entwickeln, war ich bereits einige Jahre im SOFIA-Projekt tätig. Zu diesem Zeitpunkt wurde angestrebt, das Observatorium Ende 2001 in Betrieb zu nehmen. Nicht nur Optimisten rechneten damit, dass dann auch sehr bald das Heterodyn-Spektrometer GREAT zum Einsatz kommen würde.
|
03. Juni 2011, 10.13
SOFIA - das ist eine fliegende Sternwarte. In einem gemeinsamen Projekt bauten DLR und NASA ein 2,70-Meter Teleskop in eine umgebaute Boing 747SP ein - zur astronomischen Beobachtung im Infrarot. Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie wurde unlängst in Betrieb genommen. Damit dient SOFIA der verbesserten Beobachtung des Weltalls und der Grundlagenforschung auf vielen Gebieten.
|
17. März 2011, 03.29
Tom Speer war früher Pilot von Kampfjets und Linienflugzeugen. Heute arbeitet er im SOFIA-Projekt und bildet neue SOFIA-Mitarbeiter am Flugzeug aus. Ich habe Tom um ein Interview gebeten und er hat freundlicherweise zugesagt.
|
14. Februar 2011, 13.52
Es waren spannende Wochen, die ersten astronomischen, bodengebundenen Testbeobachtungen (so genannte "Line Ops") mit dem deutschen Instrument GREAT, am SOFA-Betriebszentrum in Palmdale in der Mojave-Wüste. Es galt, GREAT, das deutsche "first-light"-Instrument für SOFIA, im Flugzeug zu installieren und ersten Inbetriebnahmetests zu unterziehen.
|
10. Januar 2011, 08.54
Fünfzehn Jahre nach dessen letztem Flug trafen sich Veteranen des Kuiper Airborne Observatory (KAO) am 10. November 2010 im Ames Research Center der NASA, um der Öffnung einer Zeitkapsel beizuwohnen. Das KAO war ein stark modifiziertes Transportflugzeug vom Typ Lockheed C-141A, das mit einem 91 Zentimeter-Teleskop ausgestattet war. Das fliegende Observatorium hatte seine Basis im Ames Research Center der NASA in Moffett Field, Kalifornien, und war von 1974 bis 1995 im Einsatz.
|
23. Dezember 2010, 10.24
Diese Woche erhielt ich eine merkwürdige E-Mail meines NASA-Kollegen Alan Brown von der Public Affairs-Abteilung des NASA Dryden Flight Research Center. Er "berichtete", dass am Abend vor dem ersten Wissenschaftsflug von SOFIA Anfang des Monats ein eigenartiges Luftfracht-Flugobjekt mit einem seltsamen Antriebssystem gesichtet wurde, das über SOFIA hinweg flog, während am Boden noch das Teleskop vorbereitet wurde. Einem Kollegen seien zwei kurze Schnappschüsse gelungen, aber dann war das Objekt auch schon wieder verschwunden...
|
08. Dezember 2010, 18.19
Nach dem ersten Wissenschaftsflug von SOFIA vom 30. November auf den 1. Dezember 2010 war beim gestrigen dritten Flug schon eine gewisse Routine spürbar. Allerdings nicht bei mir, mein letzter Flug mit einem "Airborne Observatory" - der KAO, dem Vorläufer von SOFIA - war im Juli 1987! Am Vormittag des 7. Dezember wurden noch die letzten überarbeiteten Softwarepakete mit den wissenschaftlichen Zielen und dem daraus resultierenden Flugplan in die Bordcomputer geladen und das FORCAST-Instrument mit flüssigem Stickstoff und Helium aufgefüllt. Beim so genannten Crew-Briefing um 13:45 werden noch mal kurz alle Aspekte und last minute-Änderungen angesprochen und abgehakt, bevor dann alle um 14:15 Uhr in den Flieger steigen.
|
06. Dezember 2010, 18.08
Der Wissenschaftsflug von SOFIA in der Nacht auf den 1. Dezember 2010 verlief erfolgreich. Ziel der nächtlichen Beobachtungen war das Sternbild Orion mit seinen Sternentstehungsgebieten, deren Infrarotinformationen von der Erde aus aufgrund des Wasserdampfs in der Atmosphäre praktisch nicht beobachtbar sind. In einem kurzen Video-Statement berichtet Alois Himmes, SOFIA-Projektleiter des DLR, über den Flug mit dem amerikanischen FORCAST-Instrument und die weitere Planung für den Einsatz des deutschen Instruments GREAT.
|
24. November 2010, 16.25
Kurz vor Beginn der ersten Wissenschafts-Flüge mit SOFIA trainiert die Mission Crew den Ablauf eines Fluges. Piloten, Techniker und Wissenschaftler simulieren ein Missionsprofil mit (unter anderem) Beobachtung eines astronomischen Objekts, Kursänderung des Flugzeugs und Wechseln auf ein anderes Objekt. Dabei werden alle Routinen geprobt, die während eines Wissenschafts-Flugs regelmäßig vorkommen: zum Beispiel Änderung der Elevation des Teleskops mit gleichzeitiger Nachführung der Tür des Observatoriums; finden, erkennen und im Fokus Halten eines Objekts; Zusammenspiel der verschiedenen Systeme an Bord des Flugzeugs.
|
26. Mai 2010, 16.15
Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) ist ein gemeinsames deutsch-amerikanisches Vorhaben zur Erforschung des Weltalls. Mit dem in einer Boeing 747SP integrierten 2,70-Meter-Teleskop sollen Wissenschaftler astronomische Beobachtungen im Infrarot-Wellenlängenbereich vornehmen können. Dazu öffnet sich während des Flugs eine vier Meter mal sechs Meter große Luke im hinteren Teil des Flugzeugs und gibt den Blick für das Teleskop auf den Nachthimmel frei. Das Flugzeug ist in Kalifornien stationiert, das Teleskop wurde in Deutschland entwickelt und gebaut.
|
22. Januar 2010, 14.00
Die "fliegende Sternwarte" SOFIA, ein Gemeinschaftsprojekt von NASA und DLR, bekommt neuen Schub: Nachdem bereits im Dezember 2009 gleich zwei erfolgreiche Testflüge stattfanden, folgte am 15. Januar 2010 ein weiterer. Eine kurze Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse.
|