EDRS-A: Überholmanöver im Berufsverkehr

Quelle: Stellarium/DLR
 

Anders als niedrigfliegende Satelliten und die ISS, die mit 8 Kilometern pro Sekunde in 90 Minuten um die Erde rasen, geht es in der geostationären Höhe gemächlicher zu. Hier beträgt die Kreisbahngeschwindigkeit nur noch 3 km/s. Da man sich 36000 km über dem Erdäquator befindet, braucht man 24 Stunden für einen Umlauf um die Erde. Damit kommt man vom Boden aus gesehen über einem bestimmten Längengrad scheinbar zum Stillstand. Das ist sehr praktisch, da man dann seine Bodenantenne fest ausrichten kann und dauerhafte Sichtbarkeit hat. weiterlesen

Space Blog | 09. März 2016 | von Philip Kausche

Ariane-Start noch vor dem Frühstück

Quelle: ESA/CNES/Arianespace
Die Ariane 5 auf dem Weg vom Final Assembly Buildung zu ihrem Startplatz in Franzöisch-Guayana

Früh aufstehen hieß es für diejenigen, die heute Morgen einen Ariane 5-Start sehen wollten. Um 6:20 deutscher Zeit hob zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Ariane 5 ECA vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana ab um einen Satelliten ins All zu bringen. Neben dem Transport eines Satelliten in den Orbit, wird dieser Ariane 5-Flug auch als Versuchsträger für die Entwicklung der Ariane 6 dienen. Mehr dazu weiter unten.

Ich persönlich verfolgte den Start gemütlich im Bett mit meinem Tablet auf www.arianespace.com und bewegte mich dann gemeinsam mit der Ariane Richtung Himmel. Allerdings erhob ich mich im Gegensatz zur Ariane nur wenige Zentimeter und mit deutlich geringerer Geschwindigkeit. Während die Ariane 5 mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit gen Orbit rauschte, schlich ich Richtung Dusche und das einzige was rauschen sollte, war das Wasser aus dem Duschkopf.  weiterlesen

Space Blog | 22. Februar 2016 | von Michael Schmidhuber

Am Anfang steht der In-Orbit-Test

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Antenna Mapping

Wie schon im letzten Beitrag beschrieben, findet gerade der In-Orbit-Test statt. Und das wird noch mehrere Wochen dauern. Ein sehr wichtiger Test ist dabei das "Antenna-Mapping". Hierbei geht es darum, herauszufinden in welcher Richtung die Antennen wie stark abstrahlen und ob die Abdeckung am Boden den Erwartungen und Berechnungen entspricht. Hier spielen verschiedene Dinge herein. Zuerst, wieso "Antenna"? Es geht doch um einen Laser!

Schon richtig, aber Antennen gibt es auch. Nur die Übertragung zwischen Kundensatellit zum Relais-Satellit findet per Laser statt. Für die Übertragung von und zur Bodenstation geht das nicht so einfach. Der Laser kann z.B. nicht durch Wolken hindurchstrahlen. Also verwendet man für die Strecke zum Boden eine herkömmliche Funkverbindung über die sogenannte Feeder Link Antenne im "Ka-Band". Dieser Begriff steht für Frequenzen zwischen 27 und 40 Gigahertz. UKW-Rundfunk wird bei etwa 100 Megahertz übertragen, Handys senden bei etwa 2 Gigahertz. Je höher die Frequenz, desto mehr Daten lassen sich übertragen, man spricht von einer höheren Bandbreite. Eine der großen Antennenschüsseln des EB9B-Sateliten ist für die Übertragung zum Boden reserviert. Zusätzlich gibt es für EDRS-Zwecke noch eine weitere, schwenkbare Ka-Band Antenne - die Ka-ISL Antenne - für Verbindungen zu Satelliten, die keinen Laser an Bord haben. weiterlesen

Space Blog | 27. Mai 2015 | von Philip Kausche

79. Start einer Ariane für heute geplant

Nutzlastverkleidung der Ariane 5
Ariane 5 - Trägerrakete für zwei TV-Satelliten
Quelle: ESA/CNES/Arianespace
Die Bilder zeigen den Satelliten der Firma SKY Mexiko in der unteren Ladeposition (rechts), die Nutzlastverkleidung der Ariane (links) sowie ihr "Überstülpen" mit dem sich bereits darin befindlichen Satelliten von DirecTV über den unteren Satelliten (Mitte).

UPDATE 28.05.2015 - Der Start gestern ist ohne Zwischenfall verlaufen und ist damit der 65. erfolgreiche Ariane-Start in Folge. Wer ihn nicht im Livestream verfolgt hat, kann das jetzt auf YouTube nachholen. Neben den beeindruckenden Bildern des Starts gibt es einen englischen Kommentar. Weitere Informationen finden Sie auch auf arianespace.com.

Am heutigen Abend startet ein europäischer Schwerlastträger Ariane 5 vom Typ ECA zum zweiten Mal in diesem Jahr vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou ins All, um zwei Satelliten in einem geostationären Transferorbit (GTO) abzusetzen. Bis zum Abtrennen beider Satelliten vom Trägersystem ist eine Missionszeit von 37 Minuten und 59 Sekunden geplant.

Das Startfenster der Mission VA223 öffnet sich heute Abend um 23:16 deutscher Zeit und bleibt bis 0:40 bestehen. Der Start kann live unter arianespace.tv verfolgt werden. weiterlesen

Space Blog | 24. September 2012 | 1 Kommentar

Mission VA209 mit neuem Nutzlastrekord

Der beim letzten Ariane-Start aufgestellte Nutzlastrekord für Transporte in den geostationären Transferorbit (GTO) hatte nur für kurze Zeit Bestand: Bereits bei der nun auf der Startrampe stehenden Mission VA209 wird er um weitere 30 Kilogramm auf insgesamt 10.211 Kilogramm gesteigert werden! weiterlesen

Space Blog | 23. Juli 2012 | 1 Kommentar

TET-1 ist im Orbit

Während am Sonntagfrüh in Oberpfaffenhofen die TET-Startveranstaltung läuft, hat sich eine kleine Gruppe der am TET-Projekt beteiligten Partner in der kasachischen Steppe eingefunden, um den Start vor Ort mitzuerleben. Leider ist die offizielle Beobachtertribüne durch die russischen VIPs und Projektpartner schon zu voll, sodass wir den Start am Straßenrand mitverfolgen. weiterlesen