Space Blog | 14. Juli 2014

Bronzefarben und kompakt - MASCOT geht nach Japan

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

MASCOT gleicht ein bisschen einem Taschenmesser - möglichst kompakt und trotzdem sind alle Funktionen und Module enthalten, die man in jeder erdenklichen Lage benötigt. Nur die Anforderungen sind etwas anders: Ein Asteroidenlander, Subsysteme, ein Abwurfmechanismus vom Mutterschiff, ein Hüpfmechanismus, ein Hyperspektralmikroskop, ein Magnetometer, ein Radiometer, eine Kamera und eine autonome Steuereinheit stellen nur einige der vielen Funktionen des circa 10 Kilogramm schweren Landers dar.

Im Herbst letzten Jahres wurde das Qualifikationsmodell (EQM) von MASCOT mit allerhöchster Präzisionsarbeit in Bremen zusammengebaut. Immer wieder stieß das Integrationsteam auf Hindernisse, wie Softwarebugs, Nichtübereinstimmungen oder Lieferschwierigkeiten von Bauteilen. Dabei war der Zeitplan eng, denn ist MASCOT einmal im All, gibt es kein Zurück. Bevor der Lander im Februar dieses Jahres nach Japan zu seiner Muttersonde Hayabusa-II übergeben werden konnte, musste sich MASCOT zunächst im Thermal- und Vibrationstests beweisen. weiterlesen

Space Blog | 30. Juni 2014

Schritt für Schritt zum fertigen Asteroidenlander

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Das MASCOT Landemodul nach erfolgreicher Integration

Nach all den Tests und Entwicklungsarbeiten im vergangenen Jahr ist es ein unglaubliches Gefühl nun das finale Modul fertig zu stellen, welches auch schon bald auf seine lange Mission geschickt wird. Für das Integrationsteam ist es definitiv eines der Highlights im gesamten Projekt. Aber drehen wir die Zeit noch mal ein paar Wochen zurück und schauen uns rückblickend an, wie das MASCOT Flugmodell zum Leben erwachte!

Am Anfang steht die leere Primärstruktur, die uns neben den nötigen Anschraubpunkten auch den äußeren Rahmen vorgibt. Sie wurde von unseren Kollegen aus Braunschweig vom DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik in liebevoller Hand- und Maßarbeit in einem aufwendigen Prozess Stück für Stück zusammengesetzt und verklebt. Das Fachwerk des Landemoduls wiegt gerade einmal 500 Gramm und ist dabei in einer Kraftrichtung doch so steif, dass es den gewaltigen Belastungen beim späteren Raketenstart standhält. An anderen Stellen ist sie allerdings sehr verwundbar und kann durch unkontrolliertes Handhaben sehr leicht zerstört werden. Eine echte Herausforderung für das Integrationsteam und keine Aufgabe für Grobmotoriker. Und auch trotz der schuhkartonähnlichen Ausmaße von gerade einmal 30 x 30 x 20 cm sieht sie recht geräumig aus. Dieses wird sich allerdings schon bald ändern. weiterlesen

Space Blog | 17. Juni 2014

Halbzeit auf dem Mars

Halbzeit auf dem Mars

Die Zeit rast an einem vorbei - und ich bin nicht die Einzige im Habitat, die diese Erfahrung macht. Die ersten sieben Wochen sind wie im Flug vergangen. Langeweile ist dabei nie aufgekommen. Wir sind alle mit unseren persönlichen Projekten beschäftigt - und wenn dann mal doch ein bisschen Zeit übrig ist, müssen wir uns ja auch noch um das Habitat kümmern.

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Gefriergetrocknetes Gemüse, Fleisch und Käse

Schon im ersten Monat mussten wir so einige Probleme bewältigen: es gab Schwierigkeiten mit der Kommunikation, es war zu wenig Wasser da, das Laufband und das Trainingsfahrrad sind ausgefallen und die Raumanzüge funktionierten nicht richtig. Unser Sonnenkollektor lieferte zu wenig Energie, sodass wir unseren ICE-Generator anschalten und die Abende bei Taschenlampenlicht verbringen mussten. Ja, das Leben auf dem Mars, sogar auf einem Mars, der auf Hawaii liegt, ist alles andere als Urlaub. Wir sind komplett von allen abgeschottet und können uns nur auf uns selbst oder den weit entfernten Mission Support verlassen, wenn etwas schief geht. Auf dem Mars gibt’s leider keinen Kundenservice. Wenn etwas ausfällt und wir es nicht reparieren können, bleiben uns nur zwei Möglichkeiten: Wir müssen entweder eine Alternative mit dem bei uns vorhandenen Material erfinden oder auf eine neue Lieferung mit dem fehlenden Teil warten - und das kann auch schon mal dauern. weiterlesen

Space Blog | 14. April 2014

Die erste Woche im Marshabitat

Bereits seit einer Woche bin ich auf dem Mars - aber es fühlt sich an, als wären wir erst gestern angekommen. Unsere "Landung" am Freitag, 28. März, war ziemlich turbulent: kurz vor Sonnenuntergang, bei strömendem Regen, starkem Wind und nur 10 Grad Celsius... Fast wie bei einem Sandsturm auf dem Mars. Wir luden unser gesamtes Gepäck aus und gaben den Journalisten von der Universität von Hawaii unsere letzten Interviews im Regen. "Viel Glück - wir sehen uns in vier Monaten", sagte Dr. Binsted, als sie unser Habitat verließ. Und unsere Mission begann! weiterlesen

Space Blog | 09. April 2014

Mission HI-SEAS: Leben wie auf dem Mars

Für vier Monate hat sich Lucie Poulet von der Außenwelt verabschiedet: Die Wissenschaftlerin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nimmt als Crewmitglied an einer Marssimulation der University of Hawaii at Manoa teil. Bei der zweiten Mission des Hawaii Space Exploration Analog und Simulation (HI-SEAS)-Programms wird die 28-Jährige unter anderem erforschen, welchen Einfluss Licht in unterschiedlichen Wellenlängen auf Pflanzen hat. Zeitgleich wird sie aber vor allem auch Beobachtungsobjekt sein - mit dem Habitat untersucht die University of Hawaii, wie sich die sechs Missionsteilnehmer in der mehrmonatigen Isolation verhalten und wie sie zusammenarbeiten. In diesem Blog berichtet Lucie Poulet, wie ihr Leben auf dem "Mars" abläuft. weiterlesen

Space Blog | 19. Dezember 2013

Ariane 5 – erfolgreiche Meilensteine am Jahresende

Nichts ist erfreulicher, als mit guten Nachrichten in die Weihnachtszeit zu gehen! So hat das Ariane 5-Programm der Europäischen Weltraumorganisation ESA in den letzten Tagen des gehenden Jahres noch einige wichtige Hürden genommen: die Bestellung von 18 weiteren Ariane 5 ECA-Trägerraketen für den laufenden Ariane-Betrieb, den erfolgreichen Abschluss des "Verification Keypoints" im Ariane 5 ME "Midlife Evolution"-Entwicklungsprogramm und den Beginn der Bauarbeiten am neuen Oberstufen-Tankzentrum in Bremen. weiterlesen

Space Blog | 15. November 2013

Teams haben keinen Preis, aber viel Erfahrung gewonnen

Am 11. und 12. November 2013 schickten zehn Teams von deutschen Universitäten und Hochschulen aber auch aus der Industrie ihre Weltraum-Roboter in der Supercrosshalle in Rheinbreitbach bei Bonn in ein bislang einzigartiges, spannendes Weltraum-Rennen - allerdings ohne Sieger. Da kein Team alle geforderten Ziele erreichte und die Leistung der robotischen Systeme zu unterschiedlich war, entschied sich die fünfköpfige Jury dafür, keine Platzierung für den DLR SpaceBot Cup auszuloben. weiterlesen

Space Blog | 08. November 2013 | 15 Kommentare

Live-Stream zum DLR SpaceBot Cup

Am 11. und 12. November findet in der Supercrosshalle in Rheinbreitbach bei Bonn ein in der Form bislang einzigartiger Wettbewerb in Deutschland statt: Beim DLR SpaceBot Cup treten zehn Teams von Universitäten und Hochschulen aber auch aus der Industrie mit ihren Weltraum-Robotern gegeneinander an. Ab Montag, 10 Uhr, wird der zweitägige Wettbewerb auch via Live-Stream übertragen. Die Siegerehrung ist für Dienstag, 12. November, 17 Uhr, geplant. weiterlesen

Space Blog | 29. Oktober 2013

Konzentriert krabbeln, rollen und fliegen

Mancher Roboter wird es allein versuchen, mancher zu zweit oder sogar zu dritt: Die zehn Teams des DLR Space Bot Cups haben im vergangenen halben Jahr auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen ihre künstlichen Begleiter zum "Leben" erweckt. In zwei Wochen, am 11. und 12. November 2013, treten die Wissenschaftler und Ingenieure aus ganz Deutschland mit ihren künstlich geschaffenen Wesen gegeneinander an. weiterlesen

Space Blog | 02. Oktober 2013

Auslosung der Startreihenfolge beim SpaceBot Cup

Der Endspurt zum SpaceBot Cup ist eingeläutet, noch rund sechs Wochen bis zum großen Ereignis. Die Vorbereitung auf unserer Seite laufen auf Hochtouren. Zurzeit wird vor allem die Streckenplanung finalisiert und die erforderliche Veranstaltungstechnik zusammengestellt. Zudem werden die PR-Aktivitäten verstärkt die erforderlichen Unterlagen für den Event vorbereitet. weiterlesen