PRISMA-Blog
 
 

Bilddatengenerierung mit der "Far Range"-Kamera zwischen zwei Experimenten

05. Mai 2011, 18.25, Jörn Spurmann, 0 Kommentar/e
Die verschiedenen PRISMA-Experimente am GSOC werden in unterschiedlichen Abständen zwischen den beiden Satelliten durchgeführt. Für ein Experiment mussten wir Mango von einer Position 1500m hinter Tango näher an diesen heranbringen - auf eine mittlere Entfernung von ca. 50m. Das war eine ideale Gelegenheit, um Bildsequenzen mit der "Far Range" Kamera (Teil des "Vision Based Sensor" VBS für weite Entfernungsbereiche) aufzunehmen - als Test für spätere Experimente.

Eines der Hauptziele der PRISMA-Experimente am GSOC ist es, Kameradaten für repräsentative Szenarien für On-Orbit-Servicing im All zu sammeln. Für große Distanzen wird dabei die "Far Range"-Kamera genutzt. Da mit dieser Kamera verschiedene Arten von Daten erzeugt werden können, wurden erste Tests durchgeführt, um Vergleiche machen zu können und den idealen Datentyp für spätere Zwecke ermitteln zu können.

Zu diesem Zweck wurde der Transfer vom Experiment HPGP zum nächsten Experiment AFF-VBS-CR genutzt, um Daten mit der "Far Range"-Kamera zu sammeln. Der Transfer ist in Abbildung 1 zu sehen. Die blaue Linie zeigt den relativen Abstand zwischen den beiden Satelliten in Flugrichtung (x-Achse), die rote Linie die y-Achse der Bewegung - d.h. rechtwinklig zur Orbit-Ebene. Die grüne Linie steht für die z-Achse - also die Richtung zum Erdmittelpunkt. Während die Abstände der Satelliten für y und z sich nicht sehr stark ändern, sehen wir deutlich die Änderung auf der blauen Linie. Sie zeigt, dass der relative Abstand zwischen Tango und Mango abnimmt, bis die endgültige Position am 30. April um 2 Uhr morgens erreicht ist.

Abb. 1 Transfer von 1500 m auf 50 m

Ein Video zeigt die Aufnahmen der "VBS Far Range"-Kamera während der letzten 100 Meter in der Annäherungs-Sequenz.


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