Raumfahrt | 24. Juni 2015 | von Manuela Braun

Ein Stahlseil, eine Festplatte und die Konsequenzen

Payload laden
Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Payload laden - Auf einem Wagen wird der Raketenteil mit den vier Experimenten zur Startrampe transportiert

Pläne sind Pläne… und dann kommt die Realität hinzu. Im Idealfall hätte die Höhenforschungsrakete Mapheus5 schon am Montag starten sollen - doch ein angeschlagenes Stahlseil an der schwedischen Startrampe und eine unwillige Festplatte machten dem Mapheus-Team des DLR und der vorläufigen Zeitplanung einen Strich durch die Rechnung. weiterlesen

Raumfahrt | 19. Juni 2015 | von Manuela Braun

Stahl-Kathedrale für Raketenstarts

Skylark Tower
Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Blick in den Skylark Tower, aus dem MAPHEUS-5 starten wird

Niemand bleibt unbeeindruckt, wenn er den Skylark Tower betritt. Niemand. Der Turm des schwedischen Raketenstartplatzes Esrange ist eine Kathedrale - 30 Meter, imposant, im Inneren hallen die Geräusche. Wer unten steht und die metallene Führungsschiene nach oben blickt, fühlt sich klein. Die Kathedrale für die Wissenschaft ist rostig und düster, denn die vielen Raketenstarts seit 1972 haben ihre Spuren hinterlassen. Geht alles nach Plan und spielt das Wetter mit, wird dort am 22. Juni 2015 die Höhenforschungsrakete MAPHEUS-5 des DLR starten. Mit an Bord: Vier Experimente aus Materialphysik und Biologie.

Noch wird in der als "Church" bezeichneten Halle gearbeitet, geschraubt und getestet. Nebenan montiert das Team der Mobilen Raketenbasis (MORABA) des DLR die beiden Motoren, die die zweistufige Rakete bis in eine Höhe von 260 Kilometern befördern sollen. Die Belohnung für diesen Aufwand: Mehr als sechs Minuten Schwerelosigkeit, in der Pflanzen auf die ungewohnte Situation reagieren, Metallproben geschmolzen und geröntgt werden oder kleine Kugeln unter Kamera-Beobachtung miteinander kollidieren sollen. weiterlesen

Raumfahrt | 11. Juni 2015 | von Andrea Schaub

Video: "Kölsche Tön" im Erdorbit - Was Reinhold Ewald 1997 auf der MIR erlebte

Reinhold Ewald an der Raumstation MIR, 1997
Quelle: DLR (CC-By 3.0) 2015
Reinhold Ewald an der Raumstation MIR, 1997

Im DLR-Video gibt uns der deutsche ESA-Astronaut Reinhold Ewald erneut einen Einblick, wie das Leben auf der russischen Raumstation MIR vor 18 Jahren ablief.

Er und seine Kollegen mussten damals hautnah einige medizinische Experimente durchführen. Die im Film verwendeten Foto- und Videoaufnahmen dokumentieren die Experimentierphasen eindrucksvoll. Darüber hinaus erfahren wir, wie die Sauerstoffversorgung ablief, welche privaten Gegenstände Ewald zur MIR mitnehmen durfte und wie die Kölner Band "Bläck Fööss" zur Völkerverständigung im All beitrug.

Im ersten Teil dieser Video-Reihe zum Leben auf der Raumstation MIR geht es um "Fotografieren auf der Raumstation - damals und heute". Reinhold Ewald erklärt uns dort weitere spannende Herausforderungen aus seiner Mission. Damals gab es noch keine digitale Fotografie und man musste die Filmrollen der analogen Kameras sicher nach Hause befördern. Ewald, der in den 90er-Jahren für die deutsch-russische Mission im Sternenstädtchen zum Kosmonauten ausgebildet wurde, war vom 10. Februar bis 2. März 1997 an Bord der Raumstation MIR.


Credit: DLR (CC-By 3.0) 2015