Artikel zu "Astronomie"

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Eine Feuerkugel am Abendhimmel

Meteorit-Sichtung von Alina Boeder
Quelle: Alina Boeder
Alina Boeder hat am Dienstagabend möglicherweise einen Feuerball über Salzwedel fotografiert. Dass es eine Feuerkugel gab, wurde durch mehrere Meldungen bestätigt.

Das kann kein Zufall sein: Pünktlich zum 90. Geburtstag des Asterix-Zeichners Alberto Uderzo am 25. April wäre uns doch beinahe "der Himmel auf den Kopf gefallen" - also das passiert, wovor sich die Gallier mehr gefürchtet haben, als vor den ganzen Kohorten römischer Legionäre. Über Norddeutschland leuchtete ein bis zwei Sekunden lang ein heller Lichtstrahl auf: Er rührte von einer sogenannten Feuerkugel her, einem Meteor. Ein Objekt war in die Erdatmosphäre eingedrungen und verglühte dort. Auch, wenn viele Augenzeugen davon überzeugt waren, dass in unmittelbarer Nähe ein Meteorit eingeschlagen sein müsste: Das ist sehr unwahrscheinlich. weiterlesen

Raumfahrt | 26. April 2017 | von Thomas Terzibaschian

SOFIA feiert gleich zwei Jubiläen in einer Woche

SOFIA Take-off
Quelle: NASA
SOFIA beim Start zum Functional Check Flight am 26. April 2007

Zweimal können wir uns in dieser Woche mit SOFIA freuen. Erst gestern jährte sich der Erstflug vom 25. April 1977 der "Flugzeugbasis" von SOFIA: Unter dem Kennzeichen N536PA flog die Boeing 747 SP für die ehemalige Fluggesellschaft PAN AM vor allem auf den langen Strecken nach Asien oder Südamerika. Es gibt auch Bilder des Flugzeugs in der Original-Lackierung und eine detaillierte Historie des Airframe 21441-306.

Und heute vor zehn Jahren, am 26. April 2007, hob die Boing das erste Mal mit dem SOFIA-Observatorium an Bord ab, nachdem das Flugzeug stark modifiziert und der Einbau von Teleskop und Türsystem abgeschlossen war. weiterlesen

SoFi 2015 - Geht das auch schärfer?

Maximale Bedeckung der Sonne am 20. März 2015
Quelle: Rolf Hempel (CC-BY 3.0)
Kurz nach der maximalen Bedeckung ist die Sonne nur noch als schmale Sichel zu sehen.

Am 20. März 2015 war die Erwartung groß: In einem schmalen Streifen über dem Nordatlantik sollte der Mond die Sonne total verfinstern. In Deutschland würden wir eine partielle Finsternis erleben können, bei der immerhin drei Viertel der Sonne bedeckt wären. Günstig war die Tageszeit der Sonnenfinsternis: Während der maximalen Phase würde die Sonne hoch am Vormittagshimmel stehen.

So musste nur noch das Wetter mitspielen, und daran haperte es leider in weiten Teilen Westdeutschlands. An vielen Orten im Rheinland hielt sich zäher Nebel oder Hochnebel bis in die Mittagsstunden. Besser waren die Aussichten weiter östlich, vor allem in höher gelegenen Regionen. Daher beschloss ich kurzfristig, mein Glück im Hochsauerland zu suchen. Auf der Fahrt nach Winterberg klarte kurz hinter Grafschaft der Himmel plötzlich auf. An einer Feldeinfahrt in 500 Metern Höhe fand ich den nahezu idealen Beobachtungsplatz: Die Lage an einem Nordhang verhinderte, dass die Sonne den Boden erwärmen und Luftturbulenzen verursachen konnte. Die Luft war klar und völlig wolkenlos. weiterlesen

Enge Begegnung von Venus und Uranus am Abendhimmel

Begegnung von Venus und Uranus am Abendhimmel
Quelle: Rolf Hempel (CC-BY 3.0)
Ausschnittsvergrößerung der Aufnahme vom 4. März 2015. Uranus ist der winzige blaue Punkt links neben der helleren Venus. (Aufnahmedaten: Canon 5D MKII, Canon EF 100-400mm f/8 L IS USM, Kenko Telekonverter 1,4x, f=560mm, ISO 1600, 1sec.)
 

Am Abend des 4. März fand die in diesem Jahr engste Begegnung zweier Planeten statt: Von der Erde aus betrachtet zog die Venus sehr dicht am Uranus vorbei. Die Planeten unseres Sonnensystems kreisen unterschiedlich schnell um die Sonne. Da wir selbst mit der Erde an dieser Bewegung teilnehmen, beschreiben die anderen Planeten an unserem Himmel recht komplizierte Bahnen. Gelegentlich kommt es dabei zu Überholmanövern. Man spricht dann von einer "Planetenkonjunktion". weiterlesen