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Dienstag, 9.02.2010
 
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Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum (DFD)
Prof.Dr. Stefan Dech
Direktor DFD, Oberpfaffenhofen-Wessling

Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum (DFD)


Direktor: Prof. Dr. Stefan Dech
Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) ist mit seinen sechs Organisationseinheiten an den Standorten Oberpfaffenhofen und Neustrelitz vertreten. In Oberpfaffenhofen ist der Hauptsitz des DFD und der Sitz der Institutsleitung. Eine Forschungsgruppe ist am Lehrstuhl für Fernerkundung an der Universität Würzburg tätig.
Organisation des DFD

DFD-BN: Nationales Bodensegment (Ansprechpartner: Holger Maass)


In der Organisationseinheit in Neustrelitz wird der Datenempfang, die Prozessierung und die Zwischenarchivierung für Nutzlastdaten der Missionen ERS-2, IRS-1C/D, IRS-P3, Landsat-7, CHAMP, GRACE, BIRD, Envisat und TerraSAR durchgeführt. Dies erfolgt zum Teil im nationalen Auftrag, aber auch im Auftrag der ESA, der Industrie und in Kooperation mit internationalen Raumfahrt-Agenturen.
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Stationsnetzwerk

DFD-BI: Internationales Bodensegment (Ansprechpartner: Dr. Erhard Diedrich)


In der Organisationseinheit wird im Auftrag der ESA die "Deutsche Processing and Archiving Facility" (D-PAF) für die ERS-Missionen und das "Deutsche Processing and Archiving Center" (D-PAC) für die ENVISAT-Mission betrieben. Parallel wird ein internationales Stationsnetz in der Antarktis, in Spitzbergen (mit GFZ) und Mexiko betrieben. In Oberpfaffenhofen werden die Daten der meteorologisch-ozeanografischen Satelliten Meteosat, NOAA, Terra/Aqua und Oceansat-1 aufgezeichnet und prozessiert.

DFD-IT: Informationstechnik (Ansprechpartner: Dipl. Inf. Eberhard Mikusch)


In der Organisationseinheit wird die Nationale Fernerkundungsdatenbibliothek sowie das Daten- und Informationsmanagementsystem (DIMS) weiterentwickelt und betrieben. Hinzu kommt die Entwicklung von Web-gestützten Datenbankschnittstellen und die Systemintegration für das gesamte Nutzlastbodensegment des DFD.

DFD-US: Umwelt und Sicherheit (Ansprechpartner: Dr. Harald Mehl)


Die Organisationseinheit entwickelt Produkte und Systemlösungen für Anwendungen in Umwelt, Sicherheit (humanitäre Hilfe) und Geoinformation. Fragen zur Land- und Forstwirtschaft, Landdegradation, Landesplanung, Megacities und ökologischen Kartierung stehen im Vordergrund. Zum Einsatz kommen optische Sensoren (Landsat-ETM, IRS-LISS, etc.) sowie eigene flugzeuggewonnene spektroskopische Daten (DAIS). Parallel werden Radardaten von SRTM, ERS, Envisat für digitale Höhenmodelle sowie für spezifische Forschungsthemen (in der Antarktis) genutzt. In der Abteilung wird die "Hysens Large Scale Facility" im Auftrag der EU koordiniert.

DFD-WV: Wissenschaftskommunikation und Visualisierung (Ansprechpartner: Nils Sparwasser)


Die Organisationseinheit ist für Öffentlichkeitsarbeit und Projektunterstützung für das DFD und das Institut Methodik der Fernerkundung (IMF) zuständig. Darüber hinaus werden im Visualisierungszentrum GeoVIS wissenschaftliche Ergebnisse mediengerecht aufbereitet.

DFD-AT: Atmosphäre (Ansprechpartner: Dr. Michael Bittner)


Die Organisationseinheit erforscht die Wechselwirkung Biosphäre-Atmosphäre, den Kohlenstoffkreislauf und die Zusammensetzung der Atmosphäre mit Zielrichtung auf die Entwicklung nutzernaher Informationsprodukte auf Basis von Satellitendaten und Modellen. Grundlage sind primär Daten der Sensoren ERS-GOME, Envisat-SCIA, -MIPAS und -MERIS sowie NOAA-AVHRR, TERRA-MODIS und MSG. In der Abteilung wird das ICSU Weltdatenzentrum für Fernerkundung der Atmosphäre koordiniert.

Lehrstuhl für Fernerkundung, Institut für Geographie, Universität Würzburg (Ansprechpartner: Prof. Dr. Stefan Dech)


Methodenentwicklung und wissenschaftliche Auswertung von Daten verschiedener Erdbeobachtungssatelliten bilden den Forschungsschwerpunkt des Lehrstuhls für Fernerkundung. In institutioneller Kooperation mit dem Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) werden in enger Verzahnung mit der Abteilung Umwelt und Sicherheit Daten nationaler und internationaler Missionen zu höherwertigen Produkten für die wissenschaftliche und marktorientierte Anwendung verarbeitet. Schwerpunkte bilden neben der Verfahrensentwicklung umwelt- und planungspolitische Themenkomplexe wie Biodiversität und Landnutzung, Ressourcenmanagement, urbane Räume und Umwelt- und Kriseninformationssysteme.
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