Satellitenbilder der Hochwasserkatastrophe in Mitteleuropa 2002
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| Elbeverlauf zwischen Prag und Magdeburg am 20. August 2002 | |
Erdbeobachtungssatelliten ermöglichen die rasche Kartierung größerer Regionen der Erdoberfläche und können eine wertvolle Hilfe für das Katastrophenmanagement darstellen. Dazu werden zum einen die Daten räumlich hoch auflösender Sensoren herangezogen, die Informationen im sichtbaren Licht und im Infrarot liefern.Da Überschwemmungen oft mit starker Bewölkung einhergehen, werden andererseits unter diesen Bedingungen aktiv sendende Radarsatelliten eingesetzt, die auch durch Wolken hindurch "sehen" können.
In Kooperation mit der europäischen Weltraumbehörde ESA und anderen nationalen und internationalen Partnern akquirierte das DFD während der Flut im August 2002 alle verfügbaren Satellitendaten (z.B. ERS, IRS-P3-MOS, MODIS, NOAA, IRS 1C/1D, Landsat 7, ENVISAT ASAR) und stellte sie den Lagezentren vor Ort für Vorsorgemaßnahmen und Bestandsaufnahme zur Verfügung. Dabei nutzte das DFD seine eigenen Empfangsanlagen und bereitete die Rohdaten für die Anwendung vor Ort auf.
DLR-DFD übernahm zusammen mit DLR-IMF das Projektmanagement der "Charter on Space and Major Disasters" für Deutschland und Österreich
Am 22. August wurde sowohl vom Deutschen Bundesinnenministerium als auch von der Österreichischen Bundeswarnzentrale die "International Charter on Space and Major Disasters" ausgelöst. Damit wurden zusätzlich zu den vom DFD, IMF und seinen Partnern bereit gestellten Satellitendaten weitere Aufnahmen des europäischen ERS-2, des kanadischen RADARSAT, des französischen SPOT, der indischen IRS Satelliten sowie des DLR-eigenen Satelliten BIRD zur Lagebeurteilung und zum Krisenmanagement verfügbar gemacht.
Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum und das Institut für Methodik der Fernerkundung haben für diese beiden Charteraktivierungen aus Deutschland und Österreich nach Rücksprache mit der ESA das Projektmanagement übernommen und koordinierten die Datenweitergabe und -analyse.
Copyright-Hinweis
Die Nutzung der Bilddaten auf dieser Seite darf ausschliesslich zum Zwecke der Dokumentation, Analyse etc. des Hochwasserereignisses dienen. Bei Publikationen in Printmedien oder in elektronischer Form sind die jeweils genannten Bildrechteinhaber explizit anzugeben. Alle anderen zweckgebundenen Verwendungen sind genehmigungspflichtig! Die Eigentumsrechte der Daten bleiben bei den jeweils angegebenen Satellitenbetreibern. Die Daten wurden nach besten Wissen und Gewissen zur Verfügung gestellt. Das DLR, bzw.die Satellitenbetreiber übernehmen keine Garantie auf Richtigkeit, sie können nicht für evtl. Folgeschäden verantwortlich gemacht werden, die durch die Benutzung der Daten erfolgt Die Originaldaten wurden im Rahmen des akuten Katastrophenmanagements an staatliche Behörden (z.B. Landesbehörden und Lagezentren) kostenlos ausgeliefert. Alle kommerziellen Nutzer mussten entweder über eine Projektkooperation mit dem DLR oder direkt von den Satellitenbetreibern die Daten offiziell erwerben.
Links
Weitere Satellitenbilder zur Hochwasserkatastrophe 2002
DLR Pressemitteilung vom 22.8.2002
ESA News vom 27.8.2002
International Charter on Space and Major Disasters
ESA
Die Flutkatastrophe im Earth Watch Server der ESA
GAF AG
Euromap
Eurimage
SPOT Image
USGS Eros Data Center
Radarsat (CSA)
GeoSpace (bietet Luftbilder an, die vor der Flut aufgenommen wurden)