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| Stau auf der A96 (Lindau-München), mit Einzelfahrzeuggeschwindigkeiten und berechneter Reisezeit | | Verkehrsmonitoring
Für das Verkehrsmonitoring wird gemeinsam mit der OE MF-SV und der Technischen Universität München ein Verkehrsprozessor für interferometrische Radardaten des TerraSAR-X entwickelt, der über die Einbeziehung von GIS Geschwindigkeiten schätzt und daraus Verkehrsparameter ableitet. Zur Verifikation dieses sehr komplexen Auswerteverfahrens und für weitere Anwendungen der Verkehrsdatenerfassung werden Methoden zur großflächigen Bestimmung von Verkehrparametern mit kommerziellen optischen Kamerasystemen entwickelt. Hierzu ist am Institut ein Kamerasystem (3K-Kamera) aufgebaut worden, welches aus drei kommerziell erhältlichen 16 MPix Canon Kameras und einer Navigationseinheit besteht und mit dem flächenhaft serielle Bilddaten mit Frequenzen bis zu 3 Hz erfasst werden können. Die mit einer Einzelaufnahme aufgezeichnete Fläche beträgt je nach Flughöhe bis zu 7 x 2 km². Erste Untersuchungen wurden zur Erfassung von Stauzeiten aus Seriendaten durchgeführt (siehe Bild). Neue Verfahren zur Fahrzeugdetektion und Verfolgung mit gleichzeitiger Verwendung von Vektor- und Rasterdaten bewirken deutliche Verbesserungen bei der automatischen Auswertung der Serienbilder.
Krisen- und Katastrophenmanagement, Sicherheit
Seit einigen Jahren ist die OE beteiligt an Auswertungen des ZKI bei aktuellem Bedarf von Information aus Satellitendaten im Katastrophenfall. Vor allem die Verbesserung der Algorithmen zur schnellen geometrischen Verarbeitung der Daten vieler Sensoren und damit die Möglichkeit einer automatischen Veränderungsanalyse (change detection) wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. In Rahmen der EU Projekte GMOSS und LIMES werden hier neue Ansätze gemeinsam mit dem DFD untersucht.
Zurzeit leitet die Abteilung PB im BMBF Projekt GI-TEWS (Deutsch-Indonesisches Tsunami Frühwarnsystem) die Studien „New Earth Observation Technologies“ welche Beiträge zu einem zukünftigen satellitenunterstützten globalen Frühwarnsystem für Naturkatastrophen untersucht.
Das ab 2007 beginnende Projekt ARGOS, welches vom Institut geleitet wird und an dem sieben weitere DLR-Institute beteiligt sind soll die Möglichkeiten von luftgetragenen Aufnahmesystemen für den Einsatz im Katastrophenfall und bei Großveranstaltungen vor allem im Hinblick auf die Verkehrsproblematik untersuchen und ein operationell nutzbares System aufbauen. |