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Die HGF-Allianz DLR@UniST

Gemeinsam die Zukunft gestalten


Die HGF-Allianz DLR@UniST steht für eine gezielte Bündelung von uni-versitärer und außeruniversitärer Forschung. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Universität Stuttgart haben mit der Ko-operation den Grundstein für eine nachhaltige Zusammenarbeit gelegt. Diese Vernetzung von Kompetenzen in Forschung, Lehre und Nachwuchs-förderung stärkt den Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg. Zugleich sollen wissenschaftliche Alleinstellungsmerkmale geschaffen werden, die es ermöglichen auch international eine Spitzenposition zu erreichen.
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Kooperationsprojekte

Insgesamt stehen vier Projekte in den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr im Mittelpunkt der Kooperation. Die Universität und das DLR Stuttgart sind jeweils mit verschiedenen Instituten beteiligt und fördern so eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit. Beide Einrich-tungen bringen jeweils ihr Know-How mit ein. Davon profitieren Projekt-partner aus der Industrie wie beispielsweise EADS, Airbus oder Astrium.

Projekte

Projekt Luftfahrt: Virtuelle Zulassungsrouten und Design für Aerostrukturen


Ein durchgängiger virtueller Prozess vom Design bis hin zur Zertifizierung von Luftfahrtbauteilen kann die Entwicklungszeit und damit die Entwick-lungskosten für Flugzeuge künftig erheblich senken. Besonders Hochleis-tungsstrukturen aus neuen Materialien oder neuartige Flugzeugkonzepte können so frühzeitig virtuell getestet werden.

Projekt Raumfahrt: Rückkehrtechnologien für hochenergetische Bahnen


„Sample Return“-Missionen, bei denen Proben von Planeten oder Asteroi-den auf die Erde zurückgebracht werden, erreichen beim Wiedereintritt Geschwindigkeiten von über 12 km/s. Im Vergleich dazu erreichte das Space Shuttle nur etwa 7,8 km/s. Trotz der verhältnismäßig geringen Stei-gerung der Geschwindigkeit, müssen solche Rückkehrkapseln aufgrund ihrer kleineren Dimensionen oft mehr als das Zehnfache der üblichen Wärmebelastung beim Wiedereintritt aushalten. Deshalb entwickeln die Wissenschaftler im Projekt Raumfahrt leistungsfähigere Thermalschutzsys-teme sowie Methoden zu ihrer Qualifikation.

Projekt Energie: Nutzung nachwachsender Rohstoffe für die dezentrale Stromerzeugung


Das Projekt Energie zielt auf ein integriertes verfahrenstechnisches Kon-zept ab, um Biomasse für die Stromerzeugung zu nutzen. Dazu werden nachwachsende Rohstoffe über Vergärung oder Vergasung in Rohgas umgewandelt, das anschließend aufbereitet und mit einem hohen Wir-kungsgrad über eine Mikrogasturbine und/oder eine Brennstoffzelle ver-stromt wird.

Projekt Verkehr: Konzepte für Straßen- und Schienenfahrzeuge der nächsten Generation


In diesem Projekt entwickeln Forscher ein Fahrwerk in Leichtbauweise mit radindividuellem Antrieb. Im Vordergrund steht die Steuer- und Regelungs-technik speziell für alternative Antriebe wie zum Beispiel Elektrofahrzeuge. Ziel ist es, Fahrfunktion und Fahrsicherheit weiter zu optimieren. Für Schienenfahrzeuge mit Allradantrieb entwickeln die Wissenschaftler ein neuartiges Verfahren zur induktiven Energieübertragung. Dieses soll die herkömmlichen Oberleitungen ersetzen. Verschleiß und Lärmemissionen lassen sich so signifikant reduzieren.
Nachwuchsförderung

Um den in den Projekten beteiligten Nachwuchswissenschaftlern eine op-timale Ausbildung zu garantieren, kooperieren die Universität Stuttgart und das DLR auch bei ihren Doktorandenprogrammen. Die jeweiligen Dokto-randen können im Rahmen von DLR@UniST Graduiertenprogramme beider Forschungseinrichtungen besuchen und erhalten damit eine optimale För-derung.

DLR@UniST beginnt seine Nachwuchsförderung schon in den Schulen. Im Jugendforschungszentrum AEROSPACE LAB werden Schülerinnen und Schüler an die Naturwissenschaften und die Technik herangeführt. In Ko-operation mit Doktoranden und Studenten der Universität Stuttgart werden anspruchsvolle technische Projekte wie z.B. die Entwicklung eines Nano-satelliten, eines Oktokopters mit Infrarotbildanalyse für Wärmeabstrahlung von Gebäuden und eines Windkanals durchgeführt. Die Supervision eröff-net auch den Studenten und Doktoranden Erfahrungen in Fragen der Füh-rung und der Softskills.

Der HGF-Allianz DLR@UniST wird vom Ministerium für Wissenschaft, For-schung und Kunst Baden-Württemberg und von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) gefördert sowie vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg und von der Baden-Württemberg Stiftung finanziell unterstützt.

Kontakt
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Heinz Voggenreiter
German Aerospace Center

Institute of Structures and Design 

Tel.: +49 711 6862-444

Fax: +49 711 6862-227


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