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Satellitengestütztes Umwelt- und Sicherheitssystem GMES "Flaggschiff" der künftigen Raumfahrtaktivitäten der EU

28. November 2005

 Das Gebäude der Europäischen Union in Brüssel
zum Bild Das Gebäude der Europäischen Union in Brüssel

Auf der dritten Sitzung des Europäischen Weltraumrates (European Space Council) in Brüssel am 28. November 2005 verständigten sich 27 europäische Länder darauf, den Aufbau des satellitengestützten Umwelt- und Sicherheitssystems GMES (Global Monitoring for Environment and Security) als "Flaggschiffprogramm" der EU mit Nachdruck voranzutreiben.

 Satellitenbild-Karte der Aceh-Region auf Sumatra
zum Bild Satellitenbild-Karte der Aceh-Region auf Sumatra

Unter Leitung des Vorsitzenden des ESA-Ministerrates, dem Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Michael Glos, vertreten durch Staatssekretär Georg Wilhelm Adamowitsch, sowie seines britischen Kollegen Lord Sainsbury, einigte man sich darauf, bis 2008 operationelle Dienste in den Bereichen Katastrophenmanagement, Land- und Seeüberwachung einzuführen. Weitere Dienste sollen ab dem Jahr 2009 folgen.

Nach der Sitzung des Weltraumrates äußerte sich Staatsekretär Adamowitsch zufrieden: "Mit GMES als zweitem Flaggschiffprogramm der EU nach GALILEO baut Europa eine strategische globale Überwachungskapazität auf, welche es Europa erlaubt, auf der Basis unabhängiger Daten Entscheidungen zu den Themen Umwelt, nachhaltige Entwicklung, natürliche Ressourcen sowie Sicherheit des Bürgers zu treffen. Deutschland wird GMES auch mit nationalen Missionen und Datenverarbeitungskapazitäten unterstützten."

 Prof. Dr. Sigmar Wittig
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"Für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bieten die Entscheidungen zu GMES eine hervorragende Möglichkeit, die technischen Kompetenzen des DLR, aber auch die der deutschen Wissenschaft und Industrie unter Beweis zustellen", sagte der Vorsitzende des Vorstandes des DLR, Prof. Dr. Sigmar Wittig, der in seiner Funktion als als ESA-Ratsvorsitzender an der Brüsseler Sitzung teilnahm.

Zur Förderung von GMES stellt z. B. das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) des DLR als zentrale Aufgabe bedarfsorientierte Informationsprodukte und Dienstleistungen aus Satellitendaten zur Verfügung. Ein Beispiel dafür war die Hilfe bei der Tsunami-Katastrophe Ende 2004. Im deutschen Raumfahrtprogramm hat das DLR mit der Finanzierung der Entwicklung der nationalen Erdbeobachtungssysteme RapidEye und TerraSAR schon frühzeitig die deutsche Industrie auf GMES vorbereitet.


Kontakt
Dr. Christoph Becker
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Hauptabteilungsleiter, Strategie und Internationale Beziehungen

Tel: +49 2203 601-2734

Fax: +49 2203 601-3906

E-Mail: christoph.becker@dlr.de
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ESA-Ministerrat berät in Berlin über die Zukunft der europäischen Raumfahrt (http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-4531/1157_read-2328/usetemplate-print/)
Aktuelle und hochaufgelöste Satellitenbilder der Katastrophenregion in Südost-Asien (http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-1278/1749_read-2722/usetemplate-print/)