News Archiv 2005

Galileo-Kontrollzentren kommen nach Deutschland und Italien

5. Dezember 2005

Konstellation des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo
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Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen wird Betreiber

Bei den Verhandlungen zwischen den mit der Realisierung des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo betrauten Industrieunternehmen wurde bezüglich der Aufgaben- und Standortverteilung eine umfassende Einigung erzielt. Diese enthält auch die Zusicherung, ein Galileo-Kontrollzentrum am DLR-Standort Oberpfaffenhofen einzurichten und von dort aus den Regelbetrieb der 30-Satelliten-Konstellation über mindestens 20 Jahre hinweg durchführen zu lassen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die im Deutschen Raumfahrt-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen verfügbare Kompetenz aus 40 Jahren Raumflugbetrieb. Diese Kompetenz basiert auf der Durchführung auch komplexester kommerzieller, wissenschaftlicher und bemannter Raumflugmissionen sowie der intensiven Einbindung des Deutschen Raumfahrt-Kontrollzentrums in ein raumfahrtspezifisches Kompetenznetzwerk, bestehend aus den DLR-Instituten am Standort Oberpfaffenhofen und der Raumfahrtindustrie in der Region.

Die Aufgabe wird in Kooperation mit europäischen Betriebszentren durchgeführt. Es kommt ein weiteres Kontrollzentrum nach Fucino, Italien. An der Positionierung der Satelliten werden das Europäische Raumfahrtkontrollzentrum ESOC in Darmstadt und das französische Centre National d'Etudes Spatiales (CNES) in Toulouse mitarbeiten.

 Kontrollraum im Deutschen Raumfahrt-Kontrollzentrum
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Die Galileo-Kontrollzentren bilden das Herzstück des gesamten Galileo-Systems. Der Aufbau von zwei Kontrollzentren minimiert das Ausfallrisiko in der Regelbetriebsphase. Mit der Errichtung des neuen Kontrollzentrums in Oberpfaffenhofen soll nach den Planungen des DLR im kommenden Jahr begonnen werden. Damit könnte schon während der so genannten In-Orbit-Validationsphase (IOV) mit zunächst vier Satelliten ab 2008 ein vollwertiger Betrieb gewährleistet werden. Nach Vollendung des Aufbaus der Konstellation werden dann die Satelliten mit ihren Nutzlasten von Oberpfaffenhofen aus gesteuert und überwacht. Darüber hinaus wird das Kontrollzentrum die Navigationsdaten prozessieren und das globale Bodensegment mit den zugehörigen Kommunikationsnetzen koordinieren. Mit der Standortentscheidung entstehen 100 hochwertige Arbeitsplätze im Kontrollzentrum und eine große Zahl zusätzlicher Arbeitsplätze im regionalen Umfeld, wie z.B. im benachbarten Galileo-Anwendungszentrum.


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http://www.esa.int/esaNA/galileo.html
http://www.esa.int/SPECIALS/ESOC/index.html
http://www.galileoju.com/
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