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News-Archiv 2006

Low Cost Monitor: Niedrigpreis-Flüge weiter im Aufwind

25. Oktober 2006

 Flugbetrieb am Düsseldorfer Flughafen
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Die Nachfrage der Passagiere nach Niedrigpreis-Flügen ist im ersten Halbjahr 2006 abermals stark gestiegen. 18,6 Millionen Reisende flogen mit einer so genannten Low Cost-Fluggesellschaft; im gesamten Vorjahr 2005 waren es 31,2 Millionen. Für einen einfachen Flug wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 im Durchschnitt rund 60 Euro ausgegeben. Nach wie vor gilt: Bei einer kurzfristigen Buchung bezahlt man schnell ein Mehrfaches. Wer billig fliegen will, muss mit mehreren Monaten Vorlauf buchen. Das ist dem neuen Low Cost Monitor zu entnehmen. Mit der Studie informieren das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) gemeinsam über die aktuellen Entwicklungen auf dem so genannten Billigflug-Markt.

Zweimal jährlich werden wesentliche Merkmale der Low Cost Carrier und aktuelle Entwicklungen in diesem Marktsegment erfasst. Die Studie informiert insbesondere über die Anzahl und relative Bedeutung der Low Cost Carrier, ihre Angebote einschließlich der Flugpreise und die Passagiernachfrage nach Niedrigpreis-Verkehrsleistungen. Insgesamt wurden im Frühjahr 2006 von den 19 Low Cost Carriern, die den deutschen Markt bedienen, 426 unterschiedliche Strecken im innerdeutschen und grenzüberschreitenden Verkehr bedient. Die sechs größten Low Cost Carrier vereinten dabei mehr als 90 Prozent des deutschen Marktes auf sich, alle anderen haben nur rund sieben Prozent der Flüge im Low Cost Segment angeboten. Der direkte Wettbewerb unter den Fluggesellschaften im Niedrigpreis-Bereich ist noch gering: Nur auf 22 von insgesamt 426 Strecken bieten mehr als eine Gesellschaft Flüge an.

 Low Cost Carrier-Markt in Deutschland im Sommer 2006
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Die Durchschnittspreise der sechs bedeutendsten Low Cost-Anbieter auf dem deutschen Markt variierten im Sommer 2006 zwischen 42 und 90 Euro für einen einfachen Flug, abhängig von der Fluggesellschaft. Sie können um den Faktor 4 variieren, je nach Buchungsvorlauf: Soll die Flugreise erst in drei Monaten stattfinden, so beträgt der Preis typischerweise nur ein Viertel dessen, was eine Flugreise kostet, die am folgenden Tag angetreten wird.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2006 auf den 19 internationalen Verkehrsflughäfen der ADV 81,6 Millionen Passagiere abgefertigt, das entspricht etwa dem Durchschnitt im Jahr 2005. 18,6 Millionen Passagiere davon wählten einen Niedrigpreis-Anbieter. Das heißt, 22,9 Prozent der Flugreisenden wählten eine Niedrigpreis-Fluggesellschaft.

Aufgrund der rasch zunehmenden Bedeutung der Low Cost Carrier im deutschen Luftverkehrsmarkt veröffentlichen ADV und DLR gemeinsam die Ergebnisse einer kontinuierlich durchgeführten Untersuchung über die Entwicklung des Low Cost-Marktes in einem "Low Cost Monitor". Das DLR Flughafenwesen und Luftverkehr kooperiert seit langem mit der ADV, um Daten von Flughäfen und dem Luftverkehr sowie Ergebnisse von Untersuchungen über Verkehrsentwicklungen auszutauschen. Die Studien des DLR Flughafenwesen und Luftverkehr orientieren sich naturgemäß an der Entwicklung und Planung der Flughäfen sowie des Luftverkehrs generell. Eine Kooperation der beiden Institutionen ist somit in beiderseitigem Interesse.


Kontakt
Cordula Tegen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation

Tel.: +49 2203 601-3876

Fax: +49 2203 601-3249


Dr.phil. Peter Berster
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

DLR Flughafenwesen und Luftverkehr

Tel.: +49 2203 601-4554

Fax: +49 2203 601-2377


Erstellt am: 25.10.2006 11:00:00 Uhr