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News-Archiv 2006

Oberpfaffenhofen bereit für Columbus

6. Dezember 2006

Unabhängige Überprüfung im DLR-Kontrollzentrum: Betriebsteams liegen voll im Plan

 Columbus-Kontrollzentrum des DLR in Oberpfaffenhofen
zum Bild Columbus-Kontrollzentrum des DLR in Oberpfaffenhofen

Das Columbus-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen ist für den Flug, das Docking und den Betrieb des europäischen Weltraumlabors Columbus bestens gerüstet. Das ergab ein so genanntes Flight Operations Readiness Review (FORR) am 4. und 5. Dezember 2006 in Oberpfaffenhofen. Hochrangige Fachleute der NASA, der ESA, der Firma Astrium und des DLR hatten den aktuellen Stand der Vorbereitungen der Betriebsteams und der Bodenanlagen überprüft.

Die Teams in Oberpfaffenhofen bereiten sich bereits seit 2002 auf die Shuttle-Mission 1E (STS-122) vor, in deren Rahmen das Weltraumlabor zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht und angedockt werden wird. Ein FORR erfolgt rund zwölf Monate vor dem geplanten Start. Es wird überprüft, ob die beteiligten Kontrollzentren und deren Teams einen reibungslosen Betrieb gewährleisten können. Der Flug und das Docking des Columbus-Moduls sowie mögliche auftretende Probleme, die die Betriebsteams während der Mission zu lösen hätten, wurden in den vergangenen Jahren in den Kontrollzentren in Oberpfaffenhofen und Houston bereits mehrfach simuliert.

 Die Teilnehmer des Flight Operations Readiness Review (FORR)
zum Bild Die Teilnehmer des Flight Operations Readiness Review (FORR)

Bei dem FORR präsentierten die Teams nun den Status ihrer Vorbereitungen und die Planung für das kommende Jahr. Die Überprüfung ergab, dass die vorbereitenden Arbeiten voll im Plan liegen und die noch anstehenden Aufgaben bis zum Flug rechtzeitig erledigt werden können. "Wir sehen gut gerüstet dem Start des Columbus-Moduls mit dem Space Shuttle Discovery im nächsten Jahr entgegen und freuen uns auf einen erfolgreichen Flug STS-122", sagt Thomas Kuch, Leiter des Missionsbetriebs im Kontrollzentrum Oberpfaffenhofen.

Das FORR für den Columbus-Betrieb war bereits das vierte im Rahmen des Raumstationsprogramms. Die NASA überprüft damit den Stand der Vorbereitungen der internationalen Partner bei gemeinsamen Missionen. FORRs erfolgten bereits für die russischen ISS-Module "Zarya" und "Zvezda". "Zarya" wurde 1998 als erstes Modul der ISS in den Orbit gebracht. "Zvezda" ist seit 2000 im All und fungiert als Wohn-  und  Aufenthaltsraum sowie als Zentrale für den russischen Teil der ISS. Dem dritten FORR unterzogen sich die europäischen Betriebsteams für das Automated Transfer Vehicle (ATV), ein unbemanntes Versorgungsraumschiff, das im Sommer 2007 erstmals zur ISS fliegen wird. 


Kontakt
Dr. Michaela Kircher
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
, Kommunikation
Tel.: +49 2203 601-2164

Fax: +49 2203 601-3249


Erstellt am: 06.12.2006 16:00:00 Uhr