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News-Archiv 2006

Space Shuttle Discovery erfolgreich gestartet - Ablösung für Thomas Reiter unterwegs

10. Dezember 2006

 Start des Space Shuttle Discovery
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Köln – Mit dem erfolgreichen Start der Discovery (STS-116) am 09. Dezember 2006, 20:47 Uhr Ortszeit (= MEZ 02:47 Uhr, 10. Dezember) setzt die NASA die Flüge mit der Shuttle-Flotte zum weiteren Aufbau der Internationalen Raumstation ISS fort. An Bord ist auch die amerikanische NASA-Astronautin Sunita Williams, die Thomas Reiter nach seinem Langzeitaufenthalt (als Mitglied der ISS-Expedition 14) als Mitglied der Stammbesatzung und Flugingenieur ablösen wird.

Professor Sigmar Wittig, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), beglückwünschte Michael Griffin, den Chef der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, zum erfolgreichen Start der Discovery: "Der gelungene Start der Discovery ist ein weiterer Baustein in der wissenschaftlichen Nutzung der ISS sowie für deren weiteren Ausbau. Mit der Mission STS-116 findet die europäische Astrolab-Mission ihren erfolgreichen Abschluss", erklärte Wittig. "Insbesondere das Columbus-Kontrollzentrum im Deutschen Raumfahrt-Kontrollzentrum konnte in den letzten sechs Monaten seine Kompetenz und Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen", so Wittig weiter.

Deutsch-Kanadische Wissenschaftskooperation an Bord der ISS

Die Mission STS-116 markiert den Beginn des in deutsch-kanadischer Kooperation stattfindenden Experiments PMDIS/TRAC (Perceptual Motor Deficits in Space/Test of Reaction and Adaptation Capabilities) und setzt damit die ISS-Nutzung durch deutsche Wissenschaftler fort.

 NASA-Astronautin Sunita Williams beim Training für das Experiment PMDIS/TRAC
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Bei diesem Experiment handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der York-University Toronto (Prof. B. Fowler) und der Deutschen Sporthochschule Köln (Prof. O. Bock) unter Beteiligung von NASA (Dr. J. Bloomberg). Die kanadische Raumfahrtagentur CSA und das DLR in seiner Rolle als Deutsche Raumfahrtagentur haben die Realisierung dieses Projekts ermöglicht: Das DLR hat im Wesentlichen die Entwicklung der Experimentanlage durch die Firma Kayser-Threde in München sowie die Forschung an der Sporthochschule unterstützt, Kanada als ISS-Partner stellt die notwendigen ISS-Ressourcen bereit.

Bei diesem Experiment sollen Fragen beantwortet werden zur Koordination von Bewegungen, insbesondere zu den Anpassungsprozessen in Schwerelosigkeit und nach der Rückkehr zur Erde. Im Detail wird untersucht, wie sich die manuelle Geschicklichkeit von Astronauten im Laufe einer Weltraummission verändert. Weitere Tests werden zur Messung von Aufmerksamkeit, des räumlichen Wahrnehmungsvermögens und anderer kognitiver Funktionen verwendet.

Die Mission STS-116, der 33. Flug der Discovery und der 20. ISS-Aufbauflug eines Space-Shuttle, soll zwöf Tage dauern. Neben dem Austausch eines Crewmitglieds wird während der Mission die Installation eines weiteren Strukturelements (P5) stattfinden und das bisher provisorische elektrische System sowie das Kühlungssystem der ISS rekonfiguriert. Im Verlauf des Fluges sind drei Außenbordaktivitäten geplant. Zudem wird die Besatzung der Discovery nach dem Abdocken von der ISS drei Kleinsatelliten in eine Erdumlaufbahn aussetzen.


Kontakt
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Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
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Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Raumfahrtmanagement
, Bemannte Raumfahrt, ISS und Exploration
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Erstellt am: 10.12.2006 03:50:00 Uhr